Große Ehrenzeichen für verdiente Steirerinnen und Steirer
Landesrätin Claudia Holzer überreichte in Vertretung von Landeshauptmann Mario Kunasek zwölf dieser hohen Auszeichnungen des Landes Steiermark in einem Festakt in der Aula der Alten Universität.












Graz (21. Mai 2026).- Die festliche Aula der Alten Universität war heute, Donnerstag (21. Mai 2026), Schauplatz für die Überreichung von Großen Ehrenzeichen des Landes Steiermark an zwölf verdiente Persönlichkeiten aus der Steiermark oder mit starkem Bezug zu unserem Bundesland. In ihrer Festrede strich Landesrätin Claudia Holzer, die Landeshauptmann Mario Kunasek vertrat, hervor: „Mit der heutigen Verleihung des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark möchten wir die Persönlichkeit, das Engagement und den außergewöhnlichen Einsatz jener Menschen würdigen, die sich in besonderer Weise um unser Land und seine Bevölkerung verdient gemacht haben, und ihnen dafür unseren Dank aussprechen.“ Solche Leistungen wären aber nicht in diesem Ausmaß möglich, hätte man nicht sein familiäres und soziales Umfeld, das einen immer in seinem Engagement unterstützt und Rückhalt gibt, so die Landesrätin weiter, der einen besonderen Dank auch an die Familien, Freunde und Wegbegleiter der neuen Ehrenzeichenträger richtete.
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom wurde von der Landtagsabgeordneten Sandra Holasek vertreten, die gemeinsam mit Landesrätin Holzer Auszeichnungen und Urkunden überreichte.
Auch zahlreiche Familienmitglieder, Wegbegleiter und Ehrengäste – unter ihnen Landeshauptmann a.D. Christopher Drexler, Landtagspräsident a.D. Franz Majcen, Landesrat a.D. Günter Dörflinger, die beiden Abgeordneten zum Landtag Kerstin Zambo und Alexander Putzenbacher, dazu der Präsident der Notariatskammer, Martin Lux, und Landesamtsdirektor-Stv. Wolfgang Wlattnig – zollten bei der feierlichen Überreichung der Großen Ehrenzeichen ihren Respekt.
In seiner Dankesrede führte der Gesamtleiter des Koralmbahn-Projektes Klaus Michael Schneider aus, dass er sehr bewegt sei: „Mit einer großen Ehre werden heute diese außergewöhnlichen Lebensleistungen gewürdigt. Was uns verbindet, ist die Begeisterung für das, was wir tun. Das schafft Zufriedenheit.“ Der Eisenbahntechniker bedankte sich bei Familie und Freunden und widmete seine Auszeichnung auch jenen tausenden Menschen, die am Koralmbahn-Projekt mitgearbeitet haben.
Mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Steiermark wurden ausgezeichnet:
- Über Jahrzehnte hinweg stand das Wirken von Gebhard Falzberger, einem gebürtigen Obersteirer, im Dienst der Gesundheit und der Gesellschaft. Als Jurist begann er in der Rechtsabteilung, von dort führte ihn sein Weg bis an die Spitze der Betriebsdirektion des LKH-Universitätsklinikums Graz. In seine Zeit als Betriebsdirektor fällt nicht nur die herausfordernde Corona-Pandemie, sondern auch die Umsetzung großer Bau- und Reformprojekte bis hin zum rauchfreien Krankenhaus.
- Alexia Getzinger aus Graz hat Rechtswissenschaften und Kultur- und Medienmanagement studiert. Sie war als Kulturmanagerin, Schauspielerin, Produktionsleiterin und Regieassistentin sowie an der Kunstuniversität Graz tätig. Im Kulturbereich wirkte sie auch als Abgeordnete zum Landtag. Mit Ausdauer und Kompetenz hat sie sich in den Dienst der Öffentlichkeit, der Kultur, der Bildung und des sozialen Miteinanders gestellt.
- Mediziner aus Leidenschaft, Pionier der Notfallmedizin und eine Säule des Ehrenamtes ist Martin Haid. Der gebürtige Grazer machte die Abteilung für Innere Medizin im Marienkrankenhaus Vorau zu einer Einrichtung mit höchster Qualität. Über Jahre baute er Notarztstützpunkte auf und engagierte sich beim Roten Kreuz als Ortsstellen- und Bezirksstellenleiter.
- Isabella Kaltenegger ist eine Gestalterin aus Leidenschaft, eine Hüterin der Natur und eine starke Stimme für die Region im Murtal. Ihre Verbundenheit zur Land- und Forstwirtschaft drückt sich auch in der Zucht von Limousin-Rindern aus. Als Unternehmerin und Bäuerin führte sie ihr politisches Engagement auch als Bundesrätin ins Hohe Haus. Ihr Engagement ist geprägt von dem Wunsch, Mut zu machen – insbesondere Frauen im ländlichen Raum.
- Bürgermeister Johann Kaufmann hat seine Gemeinde St. Stefan im Rosental nachhaltig geprägt und sich als Architekt einer lebendigen Gemeinschaft erwiesen. Beeindruckende Bürgernähe ist eines seiner Markenzeichen. Er hat die Gemeinde zu einem Pionier der Sonnenenergie gemacht und die Infrastruktur in vielerlei Hinsicht modernisiert, dabei aber nicht auf bescheidenen, humorvollen und zutiefst menschlichen Umgang vergessen.
- Dieter Kinzer hat als Präsident dem Notariatswesen in der Steiermark seinen Stempel aufgedrückt und dabei bewiesen, dass man juristische Präzision und menschliche Empathie durchaus vereinen kann. Sein Ziel war es, das Recht unter die Menschen zu bringen. Dazu wurden neue Notaramtsstellen geschaffen, und dank der Digitalisierung wurde das Notariatswesen modernisiert. Sein Expertenwissen hat der Ausgezeichnete als Vortragender vielfach weitergegeben und darüber hinaus als Obmann der Neuberger Kulturtage Verantwortung für Kultur und Gesellschaft übernommen.
- Walter Koller war als Bürgermeister die treibende Kraft hinter der positiven Entwicklung seiner Gemeinde Niederwölz. Unter seiner Führung und dank seines unermüdlichen Einsatzes wurden neuer Wohnraum geschaffen, der Generationen verbindet, die medizinische Versorgung verbessert und die Infrastruktur ausgebaut. Schulen und Kindergärten wurden saniert, die Feuerwehr mit modernster Ausrüstung ausgestattet. Zudem setzte er eines der größten Hochwasserschutzprojekte des ganzen Landes um.
- Heimo Kranzer – gelernter Maschinenschlosser – entdeckte seine Liebe zur Natur und wurde Berufsjäger bei den Steiermärkischen Landesforsten. Jagd und Naturschutz verstand er mit Fingerspitzengefühl und Verhandlungsgeschick zu vereinbaren. Als langjähriger Vizepräsident in der Landarbeiterkammer erwarb er sich hohes Ansehen und Respekt für sein Engagement. Dass die jungen Mitglieder heute in der Kammer einen eigenen Jugendbeirat haben, ist eines seiner bleibenden Verdienste.
- Über Ozeane, Disziplinen und Kulturen spannt sich der Berufslebensweg von Franz Leberl, der als Geodät an der TU Graz wirkte, 300 wissenschaftliche Arbeiten verfasste, mehr als 40 Dissertationen betreute und 15 Patente hält. Als Honorarkonsul der Elfenbeinküste vertritt er eines der wirtschaftsstärksten Länder Afrikas – zum Beispiel bei der Gewinnung von Rohstoffen und deren Verarbeitung. Ein besonderes Anliegen war und ist es für ihn, Menschen zusammenzubringen, die sich sonst womöglich nie begegnet wären.
- Das Leben von Christian Lind gilt vor allem der Blasmusik. Über Jahre hinweg hat er die musikalische Seele des Bezirkes Deutschlandsberg geformt. Er selbst begann schon früh, auf der Zugposaune zu spielen und in Vereinen Verantwortung zu übernehmen. Über drei Jahrzehnte war er der kompetente Ansprechpartner für mehr als 20 Musikvereine, unzählige Musikfeste tragen seine Handschrift. Seine Nähe zu den Musikerinnen und Musikern hat ihm höchste Anerkennung eingebracht.
- Viele Jahre stand Bürgermeister außer Dienst Ewald Peer an der Spitze der Marktgemeinde Weißkirchen. Über vier Jahrzehnte hinweg währte sein kommunalpolitisches Engagement. Unter seiner Führung entwickelte sich Weißkirchen zu einer der schönsten und finanziell stabilsten Gemeinden der Steiermark, wobei sein Herz insbesondere für die Anliegen der Familien und Kinder schlug. So wurden die Kinderbetreuung ausgebaut, die Schule saniert und der Kindersommer eingeführt. Zusätzlich zu seinem politischen Amt war er langjähriger Obmann des Musikvereines und aktiv im Vereinsleben in seiner Gemeinde.
- Als Gesamtleiter stand der Eisenbahnexperte Klaus Michael Schneider aus Graz an der Spitze des Koralmbahn-Projektes. Er ist ein Visionär des Fortschritts, der Theorie und Praxis vereint. Sein Berufsweg begann an der TU Graz – mit dem Großprojekt der Koralmbahn wurden unter seiner Leitung nicht nur Bahntrassen, Brücken und ein Mega-Tunnel errichtet, es entstanden damit auch Brücken zwischen Regionen, Bundesländern und Menschen.
Rückfragehinweis:
Stefan Haring | Büro LH Kunasek | Mobil: +43 676 8666 5362
Tel. +43 (316) 877 5362 | E-Mail: stefan.haring@stmk.gv.at
Graz, am 21. Mai 2026
Martin Link unter Tel.: +43 (316) 877-2825, bzw. Mobil: +43 (676) 86662825 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.link@stmk.gv.at zur Verfügung.
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