Digitaler Hochwasserschutz „RAMON“ bringt zusätzlichen Schutz
150 Rückhalteanlagen sind ab Mai mit moderner Mess- und Alarmierungstechnik ausgestattet.


Graz (30. April 2026).- Ab 1. Mai wird das richtungsweisende Digitalisierungsprojekt „RAMON” für den steirischen Hochwasserschutz sukzessive hochgefahren: Sämtliche rund 150 Rückhalteanlagen im Land sind nun mit moderner Mess- und Alarmierungstechnik ausgestattet. Damit setzt die Steiermark einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung einer zukunftsfitten und digitalen Schutzwasserwirtschaft.
Nach einer Pilotphase wurde das innovative und europaweit vorbildliche Projekt „RAMON” zur Digitalisierung der steirischen Schutzwasserwirtschaft nun flächendeckend umgesetzt. Bis Ende Mai sollen alle 150 Rückhaltebecken vollständig in Betrieb und digital vernetzt sein. Dafür wurden alle steirischen Rückhaltebecken mit Mess- und Alarmierungstechnik der Firma Geodata aus Leoben ausgestattet. Die Pegelstände werden automatisch über Radar- und Drucksonden überwacht und die Daten werden gesammelt auf einer übersichtlichen Webplattform visualisiert. Bei jedem Rückhaltebecken sind gemäß Hochwassermelde- und Alarmplan sogenannte Alarmschwellenwerte definiert. Bei Überschreitung einer dieser Schwellenwerte alarmiert das neue System „RAMON” die wesentlichen Akteure per SMS bzw. E-Mail. Um die Alarmmeldung verifizieren zu können, wird automatisiert ein Foto von der Situation vor Ort übermittelt.
„Damit wird die Sicherheit der Anlagen erhöht. Anlagenbetreiber, Fachexperten sowie Einsatzkräfte können im Hochwasserereignisfall laufend beobachten und bei unvorhergesehenen Ereignissen rasch reagieren. Darüber hinaus können die Auswirkungen von Starkregenereignissen in kleinen Einzugsgebieten besser beobachtet werden, sodass es zu einer wesentlich schnelleren Reaktionszeit kommt und nötige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung noch schneller gesetzt werden können. Gleichzeitig erleichtern die Livebilder eine Priorisierung von Aufgaben, wenn etwa im Katastrophenfall die Funktionsfähigkeit von mehreren Rückhaltbecken wiederhergestellt werden muss”, erklärt Landesrätin Simone Schmiedtbauer.
„Für die Koordination im Hochwasserrisikomanagement in der Steiermark bedeutet die Umsetzung dieses für Österreich richtungsweisenden Projektes einen Meilenstein hinsichtlich der Überwachung von unseren Hochwasserschutzanlagen. Dadurch kann im Ereignisfall die Reaktionszeit signifikant verkürzt und die Koordination der Erstmaßnahmen wesentlich optimiert werden”, zeigen sich Christoph Schlacher, Leiter der Schutzwasserwirtschaft und Koordinator für Hochwasserrisikomanagement des Landes und „RAMON”-Projektleiter Christian Fink erfreut.
Durch die permanente Aufzeichnung aller Pegelstände können Hochwasserereignisse außerdem besser dokumentiert und in zukünftige Risikoanalysen eingebunden werden. Finanziert wurde das über drei Millionen Euro schwere Projekt je zur Hälfte vom Land aus dem Ressort von Simone Schmiedtbauer und vom Bund aus dem Ressort von Bundesminister Norbert Totschnig.
Rückfragehinweis:
Maximilian Gutjahr | Büro Landesrätin Schmiedtbauer | Mobil: +43 676 8666 4105
Tel. +43 (316) 877 4105 | E-Mail: maximilian.gutjahr@stmk.gv.at
Graz, am 30. April 2026
Sabine Jammernegg unter Tel.: +43 (316) 877-2999, bzw. Mobil: +43 (676) 86662999 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: sabine.jammernegg@stmk.gv.at zur Verfügung.
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