Steirische Wirtschafts-Delegation zieht positive Bilanz nach Arbeitsbesuch in China
Ziel der Landesregierung war es, im "Reich der Mitte" Türöffner für Unternehmer zu sein, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Und das ist auch gelungen. Autobauer Xpeng etwa lässt noch heuer ein viertes Modell bei Magna in Graz fertigen.

Graz (27. April 2026).- Eine 60-köpfige Wirtschaftsdelegation aus der Steiermark unter der Führung von Landeshauptmann Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom in Begleitung von Landtagspräsident Gerald Deutschmann sowie Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer und Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und Vertretern führender steirischer Unternehmen, der Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sowie von Clustern und Forschungseinrichtungen kehrte nach einem intensiven Arbeitsbesuch aus China zurück. Mit im Gepäck waren neben vier Memoranden, zwei Wirtschaftsabkommen und einer höchst positiven Nachricht aus der Autoindustrie auch zahlreiche neue Erkenntnisse und Impulse, die helfen, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Volksrepublik in Zukunft noch stärker zu intensivieren.
Bei der Visite ging es in erster Linie darum, die wirtschaftlichen Beziehungen zu unserem engen Handelspartner zu vertiefen, Netzwerke zu festigen, neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und den Standort Steiermark international zu stärken. China ist für die „Grüne Mark“ der viertgrößte Exportmarkt, beim Import liegt der Wirtschafts-Gigant auf Platz zwei.
Die Delegation führte Gespräche mit maßgeblichen politischen Entscheidungsträgern und Führungspersönlichkeiten von Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Technologie und Innovation. Wesentliche Player waren unter anderem international tätige Leitbetriebe wie AT&S, AVL List und Magna International, welche die Innovationskraft und Exportstärke des Standorts Steiermark eindrucksvoll repräsentieren. In der Reisegruppe fanden sich unter anderen auch Vertreter der Energie Steiermark, die bei uns chinesische Windräder aufstellt und die Bergbau-Spezialisten der Sandvik Holding, für welche die Volksrepublik von höchster Bedeutung ist. Der chinesische Markt eröffnet vielen steirischen Unternehmen neue Chancen. Neben unseren großen Leitbetrieben wollen auch kleinere Betriebe dort punkten, vor allem im boomenden Bereich der Umwelttechnik. Und auch touristisch sieht man im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde enormes Potential.
Etwa 60 steirische Unternehmen sind in China bereits vertreten. So produziert AT&S seit 25 Jahren in Shanghai Leiterplatten. Diese werden in Computerchips eingebaut, die in fast allen Handys zu finden sind. Wäre man nicht am chinesischen Markt vertreten, hätte man am von Asien dominierten internationalen Markt keine Chance. Auch Magna fertigt gemeinsam mit seinem chinesischen Partner in einem eigenen Werk Autos. Vorbild für eine bereits erfolgreiche Kooperation in Shanghai ist jene mit der Tongji-Universität. Diese geht auf AVL-Gründer Hans List zurück, der vor 100 Jahren als Professor in Shanghai lehrte.
Die Reise führte die Delegation unter anderem in die Millionenmetropole Shanghai. Vor Ort wurde beim Empfang im Rathaus ein neuer Kooperationsvertrag zwischen LH Mario Kunasek und Shanghais Bürgermeister Gong Zheng unterzeichnet. Auch mit dem Gouverneur von Jiangsu, Liu Xiaotao, wurde das Memorandum für eine verstärkte Zusammenarbeit erneuert. Im Fokus der Gespräche standen insbesondere Zukunftsfelder wie Green Tech, Digitalisierung, Mobilität und industrielle Produktion. Dabei konnten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Kooperationen identifiziert und bestehende Partnerschaften weiter vertieft werden.
Neben politischen Gesprächen standen zahlreiche Unternehmensbesuche sowie Netzwerkveranstaltungen auf dem Programm. Dabei konnten konkrete Projekte angebahnt und bestehende Kooperationen weiterentwickelt werden. Beim Besuch der Zentrale des AI- und E-Mobility-Konzerns Xpeng gab es auch einen konkreten Abschluss zu vermelden. Nachdem im Grazer Magna-Werk nach dem G9 und G6 erst kürzlich mit dem P7+ bereits das dritte Modell von Xpeng in die Endfertigung ging, hat man in China die Produktion eines vierten Typs bereits ab Jahresende fixiert, was wiederum neue Arbeitsplätze in der Landeshauptstadt bedeutet.
„Wir waren die politischen Türöffner. Jetzt liegt es an Industrie und Wirtschaft, die neuen Kontakte zu nutzen und bestehende Kooperationen auszubauen. Unsere Mission war erfolgreich: In China wurden wir höflich empfangen und konnten in vier Provinzen konkrete politische Vereinbarungen treffen. Besonders freut mich die vertiefte Zusammenarbeit zwischen Xpeng und Magna Steyr in Graz, wo ein viertes Modell produziert werden soll. Das ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort. Auch im Tourismus sehe ich großes Potenzial: Während Wien und Salzburg in China bereits gut bekannt sind, gilt es, die Steiermark stärker zu positionieren. Mit konkreten Konzepten werden wir in Zukunft neue Impulse setzen, um mehr chinesische Gäste für unser `Grünes Herz´ zu begeistern – mit seiner Kulinarik, Gastfreundschaft und beeindruckenden Natur“, sagt Landeshauptmann Mario Kunasek.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom betonte die Bedeutung der Reise für den steirischen Wirtschaftsstandort: „Wir positionieren die Steiermark international und bauen die Zusammenarbeit mit unseren Partnern gezielt aus. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, neue Märkte zu erschließen und bestehende Kontakte zu vertiefen. China ist einer der wichtigsten Handelspartner der Steiermark und spielt eine zentrale Rolle für unsere wirtschaftliche Entwicklung. Die Gespräche vor Ort haben das große Interesse an steirischem Know-how und an einem weiteren Ausbau der Beziehungen deutlich bestätigt. Ich blicke sehr zufrieden auf den Arbeitsbesuch zurück, bei dem wir für zahlreiche steirische Unternehmen den Zugang zum chinesischen Markt stärken und konkrete Erfolge für unseren Standort erzielen konnten.“
Die Steiermark verfolgt mit derartigen Delegationsreisen das klare Ziel, ihre Position als international vernetzter Wirtschafts- und Innovationsstandort auszubauen. Der Besuch in China stellt einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung dar.
Rückfragehinweis:
Stefan Haring | Büro LH Kunasek | Mobil: +43 676 8666 5362
Tel. +43 (316) 877 5362 | E-Mail: stefan.haring@stmk.gv.at
Felix Oberascher | Büro LH-Stv. Khom | Mobil: +43 676 8666 8738
Tel. +43 (316) 877 8738 | E-Mail: felix.oberascher@stmk.gv.at
Graz, am 27. April 2026
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