Fahrplanwechsel: Vorsicht an Eisenbahnkreuzungen
„Aus Gewohnheit“ überzusetzen, kann schlimme Folgen haben

Graz (13. Dezember).- Schneller, öfter, Steiermark: Am gestrigen Freitag (12.12.2025) gingen die offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten über die Bühne, mit dem morgigen Fahrplanwechsel und der Inbetriebnahme der Koralmbahn wird ein neues Kapitel im Bahnverkehr eingeläutet – und dies sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr. 90 Prozent aller Züge in der Steiermark haben nun einen neuen Fahrplan, in der Weststeiermark zum Beispiel steigert die GKB das S-Bahn-Angebot um 40 Prozent, zwischen Liezen und Stainach-Irdning verkehren im Nahverkehr doppelt so viele Züge. Aber auch bei den jeweiligen Bahnen gibt es Änderungen, die Übelbacher Bahn zum Beispiel fährt nun auch Samstagnachmittag oder die Radkersburger Bahn auch bis in die Nacht.
In diesem Zusammenhang appelliert Verkehrslandesrätin Claudia Holzer für noch mehr Aufmerksamkeit an Eisenbahnkreuzungen: „Ein Merkmal von Eisenbahnkreuzungsunfällen ist, dass rund 85 Prozent der Verunglückten in unmittelbarer Nähe, nämlich innerhalb eines Radius von zehn Kilometern der Eisenbahnkreuzungen wohnen. Es handelt sich also meist um Einheimische, die aus Gewohnheit ,ihre‘ Eisenbahnkreuzung nutzen. Auffällig und tragisch ist auch, dass derartige Unfälle verhältnismäßig oft tödlich enden.”
So gab es 2024 neun Bahnunfälle mit neun Verletzten und zwei Getöteten. Im selben Zeitraum ereigneten sich auf steirischen Straßen 5.500 Verkehrsunfälle mit 6.818 Verletzten und 63 Getöteten. Innerhalb der letzten 20 Jahre kam es an steirischen Eisenbahnkreuzungen zu 102 Unfällen mit Personenschaden, mit 119 Verletzten und 34 Getöteten.
Um auf dieses so wichtige Thema aufmerksam zu machen, wurde im Herbst 2024 die „Sicha Umi!”-Kampagne ins Leben gerufen. „Diese Kampagne ist Teil der umfassenden ,Augen auf!'-Verkehrssicherheitsinitiative und wurde in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnunternehmen ÖBB und Steiermarkbahn und Polizei konzipiert. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren an Bahnübergängen zu schärfen und Unfälle zu vermeiden. Sicherungseinrichtungen an Eisenbahnkreuzungen wie Stopp-Schilder, Andreaskreuze, Rotlichtsignale und Schranken erfüllen eine entscheidende Sicherheitsfunktion und dürfen nicht ignoriert werden”, so Maria Knauer-Lukas, zuständig für Verkehrssicherheit in der A16 (Verkehr und Landeshochbau).
Nähere Infos zum Thema „Sicheres Verhalten an Bahnübergängen”
siehe Beilage!
Graz, am 13. Dezember 2025
Thomas Bauer unter Tel.: +43 (316) 877-5854, bzw. Mobil: +43 (676) 86665854 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: thomas.bauer@stmk.gv.at zur Verfügung.
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