Marko Mele als künftiger wissenschaftlicher Geschäftsführer der Universalmuseum Joanneum GmbH vorgestellt

Aufsichtsratsvorsitzender Michael Lehofer, Marko Mele, Landeshauptmann Christopher Drexler (v.l.)
Aufsichtsratsvorsitzender Michael Lehofer, Marko Mele, Landeshauptmann Christopher Drexler (v.l.)
Landeshauptmann Christopher Drexler und Marko Mele
Landeshauptmann Christopher Drexler und Marko Mele© Fotos: Land Steiermark / Robert Binder; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (18. Oktober 2022).- Landeshauptmann Christopher Drexler hat heute (18.10.2022) gemeinsam mit Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Lehofer und der Direktorin des Museum zu Allerheiligen Schaffhausen in der Schweiz, Katharina Epprecht, den künftigen wissenschaftlichen Geschäftsführer der Universalmuseum Joanneum GmbH vorgestellt.

Der Auswahlprozess
Das Land Steiermark hat im Juni die Ausschreibungen für die wissenschaftliche sowie die kaufmännische Geschäftsführung der gemeinnützigen Universalmuseum Joanneum GmbH für die Wirkungsperiode von fünf Jahren ab dem 1. Jänner 2023 veröffentlicht. Dies ist gemäß Stellenbesetzungsgesetz notwendig geworden, da die Verträge der derzeitigen Geschäftsführung des Universalmuseums Joanneum mit Ende 2022 auslaufen. Nach einem ausführlichen Auswahl- und Hearingprozess hat eine hochkarätig besetzte Findungskommission dem Eigentümervertreter, Landeshauptmann Christopher Drexler, die Empfehlung unterbreitet, Herrn Marko Mele als wissenschaftlichen Geschäftsführer der Universalmuseum Joanneum GmbH zu bestellen. Da sie hinsichtlich der Bestellung der kaufmännischen Geschäftsführung zu keiner Empfehlung kommen konnte, hat die Findungskommission zudem den Vorschlag unterbreitet, diese Stelle neu auszuschreiben. Landeshauptmann Christopher Drexler folgt beiden Empfehlungen der Kommission.

Zur Person
Der promovierte Archäologe Marko Mele (geboren am 06.12.1978 in Ptuj) ist seit 2010 Mitarbeiter der Universalmuseum Joanneum GmbH. Er ist Chefkurator für Ur- und Frühgeschichte und seit 2017 stellvertretender Leiter der Abteilung Archäologie und Münzkabinett.

LH Drexler: „Findungskommission hat deutliches Bild gezeichnet"
Landeshauptmann Christopher Drexler: „Ich habe von der Findungskommission ein deutliches einheitliches Bild bekommen. Diesen Meinungen von außerordentlich fachlich qualifizierten Damen und Herren habe ich mich natürlich angeschlossen. Marko Mele hat die Kommission von seinen Überlegungen zur Zukunft der Institution Museum insgesamt und zum Universalmuseum Joanneum im Speziellen überzeugen können. Ich habe in den ersten Gesprächen mit Herrn Mele den Eindruck gewonnen, dass mit ihm eine Person an die Spitze des Universalmuseum Joanneum berufen wird, die mit viel Herzblut und Empathie das Museum ins 21. Jahrhundert übersetzen will."

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, mich bei der bisherigen Geschäftsführung der Universalmuseum Joanneum GmbH herzlich zu bedanken. Wolfgang Muchitsch ist über 20 Jahre an der Spitze der Universalmuseum Joanneum GmbH gestanden und hat sich dabei große Verdienste erworben. Alexia Getzinger hat die kaufmännische Geschäftsführung in den letzten fünf Jahren mit viel Engagement und Einsatz geführt. Dafür gilt beiden mein persönlicher Dank wie auch der Dank des Landes Steiermark insgesamt", so Landeshauptmann Christopher Drexler.

Lehofer: „Neue Generation kann Museum der Zukunft lesen"
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Universalmuseum Joanneum GmbH, Michael Lehofer, der die Findungskommission geleitet hat, erläuterte den Auswahlprozess: „Wir haben Marko Mele als wissenschaftlichen Geschäftsführer vorgeschlagen, weil er uns und insbesondere die Fachexpertinnen und Fachexperten in der Findungskommission fasziniert hat. ‚So einen werdet ihr in ganz Europa nicht mehr finden. Das ist eine neue Generation, der kann das Museum der Zukunft lesen.‘, möchte ich die Wortmeldungen zusammenfassen. Für die kaufmännische Geschäftsführung hat die Jury niemand überzeugt, daher haben wir dem Eigentümer vorgeschlagen diese Position neu auszuschreiben."

Epprecht: „Mele kennt Herausforderungen der Museumsarbeit"
Katharina Epprecht, Direktorin und Mitglied der Geschäftsleitung des Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, die als eine der Fachexpertinnen Teil der Findungskommission war, nahm an der Pressekonferenz aus der Schweiz zugeschaltet teil und führte zu den Beratungen der Findungskommission aus: „Wir haben ein differenziertes Auswahlverfahren abgehalten, bei dem ich bei der Anhörung der Kandidatinnen und Kandidaten selbst sehr viel gelernt habe. Herr Mele besitzt ein hochgradig differenziertes Problembewusstsein. Er konnte glaubhaft darlegen, dass er die Herausforderungen der aktuellen und einer künftigen Museumsarbeit kennt. Er besitzt die Kompetenz, Transformationsprozessen nachzugehen und diese durchzuführen. Der Boden seines fachlichen Wissens ist breit. Denn ein Archäologe muss interdisziplinär arbeiten und vernetzt denken. Marko Mele hat ein sehr detailliertes Papier als Konzept über seine Vorstellungen für ein Museum der Zukunft erarbeitet. Gleichzeitig hat er viel Respekt vor der Aufgabe gezeigt - das ist sehr wichtig, bei einem so komplexen Gebilde. Ich freue mich sehr für dieses Haus, dass hier jetzt eine relativ junge Person mit einem so großen Potential an die Arbeit geht."

Mele: „Generationen weiterhin für Museen begeistern″
Der designierte wissenschaftliche Geschäftsführer der Universalmuseum Joanneum GmbH, Marko Mele, stellte in einem Überblick seine bisherige Arbeit sowie insbesondere seine Vorhaben und Ziele vor: „Ich freue mich riesig und bin mir gleichzeitig der Verantwortung bewusst an der Spitze eines der wahrscheinlich bedeutendsten Museen Mitteleuropas zu stehen. Ich fühle mich stolz, dass ich seit einem guten Jahrzehnt in diesem Museum arbeiten darf. Mit der Bewerbung stelle ich meine Kompetenzen, die ich über mehrere Arbeitsstationen erlangt habe, dem Joanneum zu Verfügung. Ich möchte an der Stelle nur erwähnen, dass meine Kariere nach der Rückkehr aus Berlin im Jahr 2005 in einem kleinen regionalen Museum in Slowenien begann und mich über das Bundesregierungsamt für regionale Entwicklung in Ljubljana nach Graz führte. Dadurch konnte ich alle Aspekte der Museumsarbeit kennenlernen, das Förderungswesen und die Strukturen der EU meistern und internationale Kontakte aufbauen. In meinem Konzept für die künftige Entwicklung des Universalmuseums Joanneum sind 15 Ziele definiert, die in vier Hauptbereiche der Museumsarbeit aufgeteilt sind: Sammeln und Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln. In allen Zielen und Maßnahmen sind drei Hauptelemente hervorgehoben: Innovation, Partizipation und Outreach. Ich wünsche mir in unserem Haus mehr Mut zu Innovation und mehr Möglichkeiten innovative Lösungen ordentlich mit dem Publikum zu testen.

Ich glaube, dass in allen Bereichen der Museumsarbeit Innovation möglich ist und finde, dass durch die Vielseitigkeit des Joanneums und Abteilungsübergreifende Kooperationen eine positive Energie entstehen kann, die zu Neuem führt. Konkret möchte ich versuchen, dass wir durch diverse Maßnahmen die Kolleginnen und Kollegen beim Entfalten des vollen Innovationspotenzials unterstützen. In der Vergangenheit hatte ich die Möglichkeit echte Partizipationsprozesse im Museum mitzugestalten. Das bedeutet für mich, dass wir die Öffentlichkeit schon sehr früh bei der Ideenfindung und Konzeption der zukünftigen Ausstellungen und Vermittlungsprogrammen einbinden. Also, die Bewohnerinnen und Bewohner der Steiermark und ihre Gäste aus dem In- und Ausland nicht nur als unsere Kundinnen und Kunden sehen, sondern auch als aktive Mitgestalter der Zukunft des Joanneums.

Alle Maßnahmen haben aber auch ein gemeinsames Ziel, nämlich dass wir eine Generation, die in den kommenden Jahrzehnten über die Kulturlandschaft entscheiden wird, nicht verlieren und sie weiterhin für die Museen begeistern."

Neuausschreibung der kaufmännischen Geschäftsführung
Die Position der kaufmännischen Geschäftsführung wird nun neu ausgeschrieben. Sie wird durch die Personalberatungsfirma, die bereits den bisherigen Auswahlprozess begleitet hat vorbereitet und soll in den nächsten Wochen erfolgen. Eine Entscheidung ist für das erste Quartal 2023 zu erwarten.

Die Findungskommission setzte sich zusammen aus Michael Lehofer (Ärztlicher Direktor des LKH Graz II, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Universalmuseum Joanneum GmbH), Helmut Konrad (Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats der Universalmuseum Joanneum GmbH), Stella Rollig (Generaldirektorin und Wissenschaftliche Geschäftsführerin Belvedere), Katharina Epprecht (Direktorin und Mitglied der Geschäftsleitung des Museum zu Allerheiligen Schaffhausen), Paul Frey (Kaufmännischer Direktor des Kunsthistorischen Museum Wien), Petra Gregorits (Selbständige Marketingberaterin, Mitglied des Aufsichtsrats der Universalmuseum Joanneum GmbH), Sabine Schulze-Bauer (Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes Steiermark), Alexander Granat (Personalberater, Granat Executive Search) sowie dem Präsidenten des Kuratoriums des Universalmuseums Joanneum Landeshauptmann a.D. Hermann Schützenhöfer.

Diese Kommission wird auch die Auswahl einer kaufmännischen Geschäftsführung weiterhin begleiten.

 

Graz, am 18. Oktober 2022

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