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Nur noch ein Schritt auf dem Weg zum steirischen Wildnisgebiet

Nach Landtagsbeschluss

Durch vereinte Kräfte steht der Zertifizierung des steirischen Lassingtals als Wildnisgebiet nichts mehr im Wege. © Land Steiermark/Oliver Wolf; Nutzung bei Quellenangabe honorarfrei
Durch vereinte Kräfte steht der Zertifizierung des steirischen Lassingtals als Wildnisgebiet nichts mehr im Wege.© Land Steiermark/Oliver Wolf; Nutzung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (7. Juli 2021).- Nach dem gestrigen Beschluss des Landtages steht der Zertifizierung des steirischen Lassingtals als Wildnisgebiet durch die Weltnaturschutzorganisation nichts mehr im Wege. Durch den Zusammenschluss mit dem angrenzenden Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich entsteht ein europaweit einmaliges Schutzgebiet.

Endgültig auf die Zielgerade eingebogen ist die Schaffung des steirischen Wildnisgebietes entlang der Lassing mit dem gestrigen Beschluss des steirischen Landtages. Damit sind nun alle Voraussetzungen für die Ernennung dieses weitgehend unberührten Gebietes zum Wildnisgebiet erfüllt. Die Zertifizierung erfolgt durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN im Herbst.

Etwa 3500 Hektar umfasst das Gebiet rund um den weitgehend unregulierten Lassingbach in den Gemeinden Landl und Wildalpen im hohen Norden der Steiermark. Seine ausgedehnten Schotterflächen und einmalige Begleitvegetation werden unter den höchstmöglichen Schutzstatus gestellt. Dieser Umstand ist bedeutend, weil der Urwald „Rothwald“ in den Lassingbach entwässert und dieser somit für verschiedene Organismen wichtige Migrationswege und Lebensräume bildet.

Durch den Zusammenschluss mit dem direkt angrenzenden, ebenso großen Wildnisgebiet Dürrenstein (Niederösterreich) entsteht ein europaweit einmaliges, 7000 Hektar großes Schutzgebiet mit dem größten noch vorhandenen Urwald des Alpenbogens. Dieser gilt mit seinen vielfältigen Arten als einer der letzten Lebensräume in Europa, der sich seit der jüngsten Eiszeit ohne Einfluss des Menschen entwickeln konnte. Nach langen Verhandlungen ist es der steirischen Umweltlandesrätin Ursula Lackner mit der Unterstützung zweier Unternehmer im März gelungen, die Ausdehnung des niederösterreichischen Wildnisgebietes auf die Steiermark zu realisieren. „Das ist ein echtes Vermächtnis für die kommenden Generationen“, betont Lackner.

Festakt am Rande des Wildnisgebietes
Bereits am Samstag hatte Lackner anlässlich der bevorstehenden Zertifizierung alle Partnerinnen und Partner, die an den über viele Jahre hinweg andauernden, von Lackner nun erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen mitgewirkt haben, zu einem Festakt geladen. Dieser fand am Rande des Wildnisgebietes statt, direkt am Zusammenfluss der Salza und des Lassingbaches. Die steirische Umweltlandesrätin konnte dabei unter anderem den niederösterreichischen Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, die beiden Unternehmer Bernhard Astner, Partner hba Rechtsanwälte, und Herbert Gartner, CEO eQventure, die die Unterschutzstellung seit Jahren vorantreiben und auch finanziell unterstützen, begrüßen. Außerdem Gerald Plattner und Richard Höllerer von den Bundesforsten, die Landtagsabgeordneten Michaela Grubesa und Armin Forstner, die Bürgermeisterin und den Bürgermeister der Gemeinden Wildalpen und Landl, Karin Gulas und Bernhard Moser, Vertreterinnen und Vertreter der Wildnisgebietsverwaltung sowie weitere Ehrengäste.

Graz, am 7. Juli 2021

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