Kommunikation Land Steiermark

"Sommer-Impffinale" fordert alle Kräfte

Bald eine Million Impfdosen in der Steiermark verimpft

Graz, am 18. Juni 2021. - Beim 16. Impf-Update heute Vormittag (18.06.) informierten Michael Koren, Impfkoordinator des Landes, Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig und Harald Eitner, Verantwortlicher für die Test- und Impfstraßen gemeinsam über den aktuellen Stand der Corona-Schutzimpfung in der Steiermark. Als Gast stand Alexander Moussa als impfender Arzt für Fragen zur Verfügung.

Sehr erfreut zeigte sich Impfkoordinator Michael Koren über die Tatsache, dass bald eine Million Impfdosen in der Steiermark verimpft sind. Konkret haben mit heutigem Tag über 600.000 Personen bereits die erste Dosis erhalten und über 300.000 bereits ihren zweiten Stich. „Nächste Woche geht es zügig weiter mit rund 100.000 Impfungen. Wir werden unser Ziel, 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung erstgeimpft haben, bis zu Beginn der Sommerferien erreichen ", betonte Koren und ergänzte, „dass es noch immer ein Auf und Ab bei den Lieferungen der Impfstoffe gibt". Durch den schon berichteten Lieferausfall von Biontech/Pfizer musste das betriebliche Impfen nach hinten verschoben werden. Aber nun gibt es wieder Impfstoffe: Von Johnson konnten der Wirtschaft insgesamt 5000 Dosen und von AstraZeneca 14.000 Dosen zur Verfügung gestellt werden. Ab Kalenderwoche 26 wird eine Impfstoff-Lieferung von 8000 Dosen Moderna erwartet: Somit könne man die versprochenen 25.000 Impfdosen für das betriebliche Impfen auch wirklich bereitstellen. Durch Kooperationen mit der Rechtsanwaltskammer wurden 380 Dosen verimpft, bei den Wirtschaftstreuhändern 500 Dosen. Im Kulturbereich, konkret bei der Theaterholding, wurden 600 Dosen verimpft. Weiters sollen durch eine Kooperation mit der Caritas sollen möglichst viele der rund 2000 in Frage kommenden Asylwerber erreicht werden.
Wie es bei den Schulen weitergeht, erläutert Koren wie folgt: „In der Steiermark könnten rund 40.000 der 12. bis 16-Jährigen geimpft werden. Der Anmeldestand liegt aber erst bei rund 4000. Das möchten wir ändern. Daher ist geplant, in den nächsten Wochen über die Bildungsdirektion mit einem Brief an die Eltern heranzutreten, um auch bei den Jugendlichen eine gute Impfrate zu erreichen." Zum Abschluss appelliert Koren an die Medien: „Bitte unterstützen sie unsere Impfkampagne auch weiterhin, weil eine gute Durchimpfungsrate wegen der noch immer auftretenden Mutationen enorm wichtig ist."

Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig begann seine Ausführungen mit einem Dank an die impfenden Ärztinnen und Ärzte in der Steiermark: „Wir sind momentan im dichtesten Impfprogramm der Kampagne. Dieses ,Sommer-Impffinale‘ fordert alle Kräfte, ganz besonders die impfenden Ärztinnen und Ärzte in den Ordinationen und  an den Impfstraßen. Dafür möchte ich an dieser Stelle ein großes Dankeschön des Landes aussprechen und bitten, auch in den nächsten Wochen weiter durchzuhalten. Auf der Anmeldeplattform stehen wir derzeit bei 649.400 Anmeldungen. Die täglichen Neuanmeldungen belaufen sich aktuell auf ungefähr 1200 Anmeldungen pro Tag, daran zeigt sich, dass wir uns langsam dem oberen Plateau der Impfwilligen annähern." Rund 55 Prozent der 1,1 Millionen impffähigen Steirerinnen und Steirer seien aktuell erstgeimpft, etwa 28 Prozent hätten bereits die zweite Impfung erhalten, erklärte der Landesamtsdirektor-Stellvertreter weiter und gab auch einen Ausblick auf die nächsten Wochen: „Wir rechnen damit, dass bis Schulschluss in der Steiermark rund 70 Prozent der Erwachsenen eine erste Impfung erhalten haben werden, vollimmunisiert werden zu diesem Zeitpunkt circa 40 Prozent der impffähigen Bevölkerung sein, sofern alle angemeldeten Personen auch tatsächlich erscheinen." Nachdem es in letzter Zeit zu Problemen mit „Dauerstornos" (Termine wurden sechs bis sieben Mal hintereinander storniert) kam, habe man diesbezüglich eine Lösung gefunden: „Neu ist nun, dass eine Anmeldung nach dreimaligem Stornieren einer Online-Buchung abgeschlossen und in System bereinigt wird, da das oftmalige Buchen und Stornieren von Terminen durch angemeldete Personen unsere Buchungs- und Impfstofflogistik erheblich belastet. Selbstverständlich kann man sich aber auch nach dem Abschluss durch das System wieder anmelden, allerdings muss die betreffende Person in diesem Fall eine Neuanmeldung auf der Online-Plattform durchführen."

Der steirische Test- und Impfstraßenkoordinator Harald Eitner begann mit einem Rückblick auf das Geschehen an den steirischen Impfstraßen in der Vorwoche: „Geplant waren rund 40.400 Impfungen, 36.400 davon wurden tatsächlich durchgeführt, dass bedeutet eine Quote von circa 90 Prozent. Besonders positiv war dabei die hohe Annahmequote des Impfstoffes AstraZeneca, der im Zuge von Zweitimpfungen der steirischen Pädagoginnen und Pädagogen verimpft wurde. 96 Prozent der dafür angemeldeten Personen haben ihren Impftermin auch tatsächlich wahrgenommen." In dieser Woche seien 38426 Impfungen geplant, ein großer Teil davon auch am kommenden Sonntag, an dem an zahlreichen Impfstraßen im Land ebenfalls geimpft werde. Eitner: „Das ist deshalb notwendig, weil die Spurenerweiterungen an den Impfstraßen erst mit kommender Woche starten. In der nächsten Woche sind insgesamt 49.214 Impfungen in den Impfstraßen geplant, das bedeutet einen absoluten Spitzenwert. Durch die Spurenerweiterungen wird es dann jedoch auch ohne Impfungen am Sonntag gelingen, diese Zahl zu erreichen." Was die Ablehnungsquote betreffe, so Eitner, so zeige sich in den letzten Wochen vermehrt ein neues Phänomen: „Bei den Zweitimpfungen gibt es eine nahezu vollständige Annahme der Impftermine. Bei den Erstimpfungen liegt der Ablehnungsgrad auf den steirischen Impfstraßen derzeit allerdings bei rund 20 Prozent, was bedeutet, dass ein durchaus erheblicher Teil der Angemeldeten den Impftermin nicht wahrnimmt. Eine mögliche Erklärung dafür wäre eine Art Wettstreit der Ängste‘.  Was bedeutet, dass Menschen zwar einerseits Angst vor einer Infektion, aber andererseits auch Angst vor der Impfung haben. Aufgrund der derzeitigen Entspannung der Infektionslage scheint in manchen Fällen die Angst vor der Impfung letztlich stärker zu sein. In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals appellieren, das ärztliche Aufklärungsgespräch zu suchen und Impftermine wahrzunehmen."

Impfarzt Alexander Moussa betonte in seinem Statement, dass die Impfaktion weiterhin sehr gut läuft. Alle Personen, die Ende Mai auf den Listen der Ärzte für einen Termin gestanden sind, haben bereits einen Impftermin bekommen. „Es wurden im letzten halben Jahr bereits über 900.000 Impfungen durchgeführt, zwei Drittel davon von den Impfordinationen, da merkt man natürlich dort und da, dass die Kraft ausgeht," so Moussa. Was er als impfender Arzt entkräften möchte, sind die Behauptungen, dass hunderte Ärzte mit dem Impfen aufhören. „Das stimmt so nicht, sie haben einfach ihre Personengruppe bereits fertig geimpft. Wir werden natürlich auch in Zukunft Impfungen durchführen. Im Herbst geht es auf jeden Fall mit dem 3. Stich weiter." Von Seiten der Ärzte konnte er auch noch berichten, dass es zu ganz wenigen Absagen von Terminen kommt, die schnell mit Nachrückern besetzt werden können.

Das 16. Impf-Update kann Externe Verknüpfung hier als Video nachgesehen werden.

Graz, am 18. Juni 2021

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