Die Steiermark verzeichnet knapp einen neuen Bevölkerungsrekord
Mit Stichtag 1. Jänner 2026 lebten 1.271.764 Menschen in der Steiermark. Das ist der höchste je gemessene Wert, der Zuwachs betrug aber lediglich 48 Personen.
Graz (9. September 2026).- Seit 2001 vergrößert sich die Wohnbevölkerung in der Steiermark Jahr für Jahr – ein Trend, der auch in jüngster Vergangenheit angehalten hat, wenn auch in äußerst bescheidenem Umfang von 48 Personen: Insgesamt lebten somit zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 exakt 1.271.764 Menschen in der Steiermark. Das ist der höchste Bevölkerungsstand, der in unserem Bundesland jemals gemessen wurde. Gegenüber dem Vergleichswert aus dem Jahr 2016 ergibt sich ein Zuwachs von 3,2 Prozent.
„Zum einen gibt es zwar ein Wanderungsplus von 3.854 Personen hauptsächlich wegen internationaler Zuwanderung, insbesondere nach Graz, von Menschen aus ost- und südosteuropäischen Staaten, Deutschland und der Ukraine. Weil es aber deutlich mehr Sterbefälle als Geburten in der Steiermark gegeben hat, bleibt unter dem Strich beider Entwicklungen nur noch ein marginaler Zuwachs von 48 Personen“, erläutert Martin Mayer, der Leiter des Referats Statistik und Geoinformation in der Abteilung 17 Landes- und Regionalentwicklung des Landes Steiermark. Die Auswertung des Referats geschah dabei auf Basis des bevölkerungsstatistischen Systems der Statistik Austria, das sich wiederum auf das Zentrale Melderegister stützt.
Großraum Graz mit Bevölkerungszuwachs, Obersteiermark mit Rückgang
Regional gesehen, gab es mehr Bevölkerung im Großraum Graz (+0,6 Prozent) sowie im Bezirk Leibnitz (+0,2 Prozent). Geringere Rückgänge verzeichneten die Bezirke Deutschlandsberg, Voitsberg, Weiz und Hartberg-Fürstenfeld. Alle anderen Bezirke hatten größere Einbußen hinzunehmen, am markantesten war der Rückgang der Wohnbevölkerung mit jeweils minus 0,9 Prozent in Murau und in Bruck-Mürzzuschlag.
Der landesweite Bevölkerungszuwachs ist nach der Analyse der Statistik-Experten darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Ausländer im Vergleich zum 1. Jänner 2025 um 1,5 Prozent gestiegen ist. „Der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung liegt bei 14,8 Prozent. Das ist nach dem Burgenland, Niederösterreich und Kärnten der viertniedrigste Wert aller Bundesländer“, führt Statistik-Chef Martin Mayer aus. 57 Prozent der Ausländer kommen aus EU-Staaten, weitere zwölf Prozent aus dem ehemaligen Jugoslawien und fünf Prozent aus der Türkei.
Immer mehr Senioren und immer weniger Kinder
Betrachtet man die Bevölkerungsentwicklung nach Altersgruppen, so sieht man, dass es immer weniger Kinder und immer mehr Senioren gibt, der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren beträgt nicht einmal mehr ein Fünftel (17,9%) und ist damit bereits deutlich geringer als jener der 65- und Mehrjährigen (22,6%)!
Steirer sind im Schnitt knapp 45
Im Durchschnitt sind die Steirer 45,1 Jahre alt, wobei Graz-Stadt (41,5 Jahre) der jüngste Bezirk und Kalsdorf die jüngste Gemeinde (40,7 Jahre) sind. Mit 47,9 Jahren ist Bruck-Mürzzuschlag der „älteste" Bezirk, die „älteste" Gemeinde ist Eisenerz mit einem Durchschnittsalter von sogar 56,2 Jahren. „Die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Leoben und Murau haben bundesweit die älteste Wohnbevölkerung", führt Martin Mayer dazu aus. In dieses Bild passt, dass sich die Zahl der Pensionisten 2025 um 2,2 Prozent erhöht hat.
284 waren über 100 Jahre alt
Eine Folge dieses gesellschaftlichen Alterungsprozesses ist auch die steigende Zahl sehr betagter Menschen in der Steiermark: Am 1. Jänner 2026 waren 235 Frauen und 49 Männer 100 Jahre alt und älter, das ist mit in Summe 284 Personen ein neuer Rekord. Die zu diesem Zeitpunkt älteste Steirerin war 109 Jahre alt (sie hat inzwischen als erst 2. Person jemals in der Steiermark ihren 110. Geburtstag gefeiert), der älteste Steirer 104.
Ein Blick auf die Gemeindeebene spiegelt die regional unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung ebenfalls wider: In 99 der 285 steirischen Gemeinden wächst die Bevölkerung, das ist knapp mehr als ein Drittel. Insgesamt haben 14 Gemeinden mehr als 10.000 Einwohner, was aus finanzieller Sicht wichtig ist.
Insgesamt lebten zum Stichtag der Erhebung 643.641 Frauen (50,6 Prozent) und 628.123 Männer in der Steiermark. Steiermarkweit kommen damit 976 Männer auf 1.000 Frauen, wobei es im Bezirk Voitsberg die wenigsten Männer (956) im Vergleich zu Frauen gibt. Die meisten Männer (990) – in Relation zu Frauen – leben hingegen im Bezirk Weiz.
Weitere aufschlussreiche Daten und Analysen enthält die 161 Seiten umfassende Publikation, die Sie
hier downloaden können.
Rückfragehinweis:
Für Rückfragen steht der Leiter des Referats Statistik und Geoinformation, Martin Mayer, unter martin.mayer@stmk.gv.at bzw. unter +43 676 8666 2904 zur Verfügung.
Graz, 9. September 2026
Martin Link unter Tel.: +43 (316) 877-2825, bzw. Mobil: +43 (676) 86662825 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.link@stmk.gv.at zur Verfügung.
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