Runder Tisch „Trinkwasser maßvoll nutzen“: Land Steiermark setzt Maßnahmenpaket für sichere Trinkwasserversorgung
Landesrätin Simone Schmiedtbauer lud Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Wasserversorgern und Fachabteilungen zum Austausch über aktuelle Herausforderungen und künftige Maßnahmen.


Graz (25. Juni 2026).- Anlässlich lokal auftretender Versorgungsengpässe bei der Wasserversorgung im heurigen Frühsommer hat Landesrätin Simone Schmiedtbauer einen Runden Tisch Wasserversorgung einberufen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wasserwirtschaft und der Gemeindeabteilung des Landes Steiermark, betroffenen Gemeinden sowie regionalen Wasserversorgern wurden die aktuelle Situation analysiert und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre erarbeitet.
Im Rahmen des Austausches wurde deutlich, dass Versorgungsengpässe in der Regel nicht auf einen grundsätzlichen Wassermangel zurückzuführen sind, sondern vor allem durch kurzfristige Verbrauchsspitzen entstehen. Diese treten insbesondere im Frühjahr und Frühsommer auf. Zu den häufigsten Ursachen zählen Poolbefüllungen, intensive Gartenbewässerung sowie Autowäschen in Zeiten hoher Wasserentnahme.
„Die Steiermark verfügt über hochwertige und ausreichende Wasserressourcen. Unsere Aufgabe ist es, die Versorgung auch in Zeiten hoher Belastung sicherzustellen und gleichzeitig das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser zu stärken“, betont Landesrätin Simone Schmiedtbauer.
Unabhängig von den aktuellen Herausforderungen investiert das Land Steiermark mit dem Projekt Wassernetzwerk Steiermark 2050 konsequent in die Zukunft der Trinkwasserversorgung. Ziel ist der Ausbau eines überregionalen Versorgungsnetzes, das Wasser von wasserreichen in wasserärmere Regionen transportieren kann und damit die Versorgungssicherheit langfristig stärkt.
Beim Runden Tisch wurde zudem ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt
- Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der organisatorischen und technischen Resilienz der steirischen Wasserversorger. Das Land Steiermark wird daher auch künftig die flächendeckende Teilnahme der Wasserverbände und Wasserversorger am Gütesiegelprogramm forcieren und entsprechende Schulungs- und Weiterbildungsangebote unterstützen. Dabei stehen insbesondere Themen wie Notfallversorgung, Krisenmanagement, Risikovorsorge und die Sicherstellung des Betriebs in Ausnahmesituationen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die hohe Qualität und Versorgungssicherheit der steirischen Trinkwasserversorgung weiter auszubauen und die Versorger bestmöglich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.
- Die Informations- und Bewusstseinskampagne rund um den Poolbefüllungskalender wird weiter ausgebaut. Bereits im ersten Quartal 2027 soll verstärkt über die Möglichkeiten einer koordinierten Poolbefüllung informiert werden, um Belastungsspitzen im Versorgungsnetz zu reduzieren.
- Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Bewusstseinsbildung bei Kindern und Jugendlichen gelegt. Mit gezielten Workshops und Informationsangeboten soll der sorgsame Umgang mit Wasser als einer unserer wertvollsten natürlichen Ressourcen vermittelt werden.
„Eine sichere Wasserversorgung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit Investitionen in die Infrastruktur, klaren Informationen für Gemeinden und einer verstärkten Bewusstseinsbildung schaffen wir die Grundlage dafür, dass auch künftige Generationen jederzeit auf eine verlässliche Trinkwasserversorgung vertrauen können“, so Schmiedtbauer abschließend.
Rückfragehinweis:
Richard Schmid | Büro Landesrätin Schmiedtbauer | Mobil: +43 676 8666 2520
Tel. +43 (316) 877 2520 | E-Mail: richard.schmid@stmk.gv.at
Graz, am 25. Juni 2026
Martin Link unter Tel.: +43 (316) 877-2825, bzw. Mobil: +43 (676) 86662825 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.link@stmk.gv.at zur Verfügung.
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