Netzwerktreffen der steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Graz
LH-Stv. Khom anlässlich der jüngsten mutmaßlichen Gewalttat in Niederwölz: steirische Einrichtungen leisten wichtigen Beitrag, um Frauen und Mädchen ein umfassendes Beratungsangebot anzubieten


Graz (25. Juni 2026).- Am heutigen Donnerstag (25.6.) fand in Graz erneut ein Netzwerktreffen der steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen statt. Diese regelmäßigen Treffen dienen vor allem dem Erfahrungsaustausch der einzelnen Vereine und Organisationen untereinander sowie der Professionalisierung ihrer Zusammenarbeit. Neben diversen Gleichstellungs- und Beratungsfragen stand, nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer mutmaßlichen Gewalttat in der Gemeinde Niederwölz, vor allem das Thema Gewaltprävention im Mittelpunkt.
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, die dem Treffen ebenfalls beiwohnte, betonte die wichtige Rolle der Frauen- und Mädchenberatungsstellen in der Gewaltprävention: „Eine weitere Gewalttat gegenüber Frauen macht am heutigen Tag schwer betroffen. Gewalttaten an Frauen sind keine Einzelfälle, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Solange es Frauen gibt, die Angst haben müssen, Nein zu sagen, solange sie bedroht werden, wenn sie gehen wollen, solange ihr Leben weniger wert ist als das verletzte Ego eines Mannes, solange haben wir als Gesellschaft unsere Aufgabe nicht erfüllt. Wir haben als Gesellschaft eine Verantwortung. Jede und jeder Einzelne. Wer Anzeichen von Gewalt erkennt oder auch nur vermutet – und sei es nur in Worten – dann bitte schauen wir einmal mehr hin. Sprechen wir es an – lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Es muss das Gespräch gesucht werden, die Möglichkeit der Beratung angesprochen werden – denn vielleicht können Beratungsangebote, wie etwa unsere Frauen- und Mädchenberatungsstellen dazu beitragen, eine Gewalttat zu verhindern”, so die Landeshauptmann-Stv., die betonte, dass es neben konsequenter Prävention und Opferschutz vor allem eine noch engere Zusammenarbeit von Behörden und Beratungsstellen brauche: „Ich möchte mich bei den Frauen- und Mädchenberatungsstellen bedanken, dass sie sich einbringen, eng vernetzen und vor allem so wichtige Arbeit in den Bezirken leisten. Ein gesellschaftliches Umdenken zu erzeugen, wird nicht über Nacht gehen – aber Nichtstun ist keine Option. Die steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag, um Frauen und Mädchen ein umfassendes Beratungsangebot anzubieten."
Die steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen stehen Frauen mit Rat und Tat zur Seite – von finanziellen Fragestellungen über psychische Gesundheit bis hin zur Hilfe bei Beziehungskonflikten und Trennungen. Seit über zehn Jahren besteht ein Netzwerk der steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen, das zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch sowie der Professionalisierung dient und vom Land Steiermark koordiniert wird. Einen Überblick über alle steirischen Stellen und das vorhandene Unterstützungsangebot gibt es auf der Homepage des Dachverbands der Steirischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen unter
frauenberatung-steiermark.at
Rückfragehinweis:
Felix Oberascher | Büro LH-Stv. Khom | Mobil: +43 676 8666 8738
Tel. +43 (316) 877 8738 | E-Mail: felix.oberascher@stmk.gv.at
Graz, am 25. Juni 2026
Thomas Bauer unter Tel.: +43 (316) 877-5854, bzw. Mobil: +43 (676) 86665854 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: thomas.bauer@stmk.gv.at zur Verfügung.
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