Pilotprojekt „Feuerwehrtraktoren“ startet in der Steiermark
Innovative Ergänzung für Feuerwehren soll bei Waldbränden, Sturmschäden und Einsätzen im schwierigen Gelände unterstützen




Graz/Schladming (3. Juni 2026).- Mit einem neuen Pilotprojekt beschreitet die Steiermark gemeinsam mit den Feuerwehren innovative Wege: In Schladming wurde heute (3. Juni 2026) das Projekt „Feuerwehrtraktoren“ vorgestellt. Ziel ist es, den praktischen Einsatz von speziell ausgerüsteten Traktoren im Feuerwehrdienst zu erproben und deren Nutzen für unterschiedliche Einsatzszenarien zu evaluieren. An der Pressekonferenz zur Präsentation des Pilotprojekts konnten Landeshauptmann Mario Kunasek, Schladmings Bürgermeister Hermann Trinker, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schladming Gerald Petter, Andreas Keinprecht von der Tourismusregion Schladming-Dachstein sowie Florian Kirchhamer von STEYR Traktoren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Feuerwehrwesen, Politik und Wirtschaft begrüßen.
Die Anforderungen an die Feuerwehren verändern sich laufend. Neben klassischen Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen nehmen insbesondere Naturkatastrophen, Sturmschäden und Waldbrände zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Mensch und Material. Das Pilotprojekt soll deshalb aufzeigen, wie moderne und vielseitig einsetzbare Technik die Einsatzkräfte künftig zusätzlich unterstützen kann.
„Mit dem Pilotprojekt ‚Feuerwehrtraktoren‘ testen wir eine vielseitige, wirtschaftliche und praxistaugliche Ergänzung für den bestehenden Fuhrpark unserer Feuerwehren. Die Herausforderungen für unsere Feuerwehren verändern sich laufend – deshalb brauchen wir neue Geräte und innovative Lösungen für Waldbrände, Sturmschäden und Einsätze im unwegsamen Gelände“, betonte Landeshauptmann Mario Kunasek.
Die Traktoren sollen bestehende Feuerwehrfahrzeuge nicht ersetzen, sondern gezielt ergänzen. Durch verschiedene Anbaugeräte können sie unter anderem bei Fahrzeugbergungen, Schlepparbeiten, der Aufarbeitung von Sturmschäden, Transport- und Hubarbeiten sowie bei der Waldbrandbekämpfung eingesetzt werden. Besonders in alpinen Regionen und in schwer zugänglichem Gelände könnten sich dadurch neue Einsatzmöglichkeiten ergeben.
Das Projekt wurde vom Landesfeuerwehrverband Steiermark als Pilotprojekt für Schladming genehmigt und wird in den kommenden Monaten intensiv erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen liefern. Langfristig könnte die Technologie als förderfähige Gerätschaft in die Produktpalette des Landesfeuerwehrverbandes aufgenommen werden.
Neben den praktischen Vorteilen spielt auch die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Feuerwehrfahrzeuge und Spezialgeräte sind mit hohen Anschaffungs- und Betriebskosten verbunden. Der Einsatz von Traktoren könnte in bestimmten Bereichen eine kostengünstige Alternative beziehungsweise Ergänzung darstellen und gleichzeitig durch einen hohen Werterhalt überzeugen.
„Genau solche Initiativen und dieser Innovationsgeist bringen die Steiermark voran, stärken unser Feuerwehrwesen und sorgen für einen verantwortungsvollen Einsatz öffentlicher Mittel. Unser Ziel ist es, den Feuerwehren Geräte zur Verfügung zu stellen, die ihre Arbeit erleichtern, Einsätze sicherer machen und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll sind“, so Kunasek.
An dem Pilotprojekt beteiligt sind die Stadtgemeinde Schladming, die Freiwillige Feuerwehr Schladming, die Tourismusregion Schladming-Dachstein sowie die Unternehmen STEYR Traktoren und Rosenbauer. Bei der heutigen Präsentation in Schladming wurden die ersten Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. In den kommenden Monaten wird nun gemeinsam mit den Feuerwehren evaluiert, in welchen Bereichen die neuen Geräte den größten Mehrwert für den Einsatzalltag bieten können.
Graz, am 3. Juni 2026
Anna Schwaiberger unter Tel.: +43 (316) 877-5528, bzw. Mobil: +43 (676) 86665528 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: anna.schwaiberger@stmk.gv.at zur Verfügung.
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