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Eisenerz für zwei Tage Zentrum des Katastrophenschutzes

Österreichische Gruben- und Höhlenretter üben am Erzberg

Bürgermeisterin Christine Holzweber (2.v.l.) und LH-Stv. Michael Schickhofer (2.v.r.) mit Vertretern der Voestalpine Erzberg. © Bilder: Land Steiermark/Streibl; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Bürgermeisterin Christine Holzweber (2.v.l.) und LH-Stv. Michael Schickhofer (2.v.r.) mit Vertretern der Voestalpine Erzberg.
© Bilder: Land Steiermark/Streibl; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Das neue "Zentrum am Berg" ist erstmals Schauplatz für die österreichische Hauptübung der Grubenwehren. 
Das neue "Zentrum am Berg" ist erstmals Schauplatz für die österreichische Hauptübung der Grubenwehren.
Rund 170 Retter sind in den Stollen des "Zentrums am Berg" im Einsatz. 
Rund 170 Retter sind in den Stollen des "Zentrums am Berg" im Einsatz.

Graz/Eisenerz (11. April 2019).- Nach der europaweiten Katastrophenschutzübung „ModEx“ im Frühling 2018 sind Eisenerz und der Erzberg heute (11.4.2019) und morgen (12.4.2019) wieder im Fokus des heimischen Katastrophenschutzwesens: Beim österreichischen Grubensrettungs- und Schaubergwerkstag im Innerberger Gewerkschaftshaus trafen sich heute Gruben- und Höhlenretter aus ganz Österreich zum Austausch und zur Weiterbildung. Am morgigen Freitag sind bei der jährlichen Hauptübung der Grubenwehren neun Grubenwehren aus ganz Österreich und aus Deutschland und Polen im Einsatz. Bei der Übung im „Zentrum am Berg“ am Erzberg werden somit insgesamt an die 170 Retter im Einsatz sein.

„Für uns ist diese Übung ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, Eisenerz als internationales Zentrum des Katastrohenschutzes zu positionieren“, betonte LH-Stv. Michael Schickhofer als zuständiger Katastrophenschutzreferent der Landesregierung bei der Pressekonferenz vor Ort. „Was am Erzberg mit dem ,Zentrum am Berg‘ entsteht, unterstreicht die Innovationskraft der Steiermark. Hier können die Einsatzkräfte in den Tunneln alles so nahe wie möglich an der Realität üben. Das Wissen und die Expertise, die wir uns dadurch erwerben, möchten wir in den kommenden Jahren verstärkt in alle Welt exportieren“, so Schickhofer. Harald Eitner, Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz beim Land Steiermark, hob die Qualität der neuen Rahmenbedingungen hervor: „Bisher war es nicht möglich, einen Echtbrand untertage in einem so realistischen Umfeld zu beüben – mit dem ,Zentrum am Berg‘ wird das jetzt möglich, was für die Einsatzkräfte eine ganz große Qualitätssteigerung der Übungen bringt.“ Robert Galler, Leiter des „Zentrums am Berg“, blies ins selbe Horn: „In einem echten Tunnel konnten wir das bisher nicht üben. Nach einer solchen Übung müsste man den Tunnel dann ja logischerweise monatelang sperren und wieder sanieren, die Bevölkerung würde uns zu Recht fragen, ob wir durchgedreht sind.“

Nach der Übung der Gruben- und Höhlenretter wird es im heurigen Herbst noch zu einer weiteren Großübung des Roten Kreuzes in Eisenerz kommen. Für die obersteirische Bergbaustadt haben diese Aktivitäten große Bedeutung: „Wir sind sehr glücklich, dass Eisenerz auserkoren wurde, das Katastrophenschutz-Zentrum der Steiermark zu werden. Für uns bringt das ganz wichtige Impulse“, erklärte Bürgermeisterin Christine Holzweber. Der dafür notwendige Ausbau der touristischen Infrastruktur in Eisenerz wurde bereits auf Schiene gebracht: „Die Bettenkapazität in Eisenerz wird schrittweise auf rund 1000 Gästebetten ausgebaut, damit wir weitere internationale Großübungen möglich machen“, so Schickhofer.

Graz, am 11. April 2019

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