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Erfreuliche Bilanz zum Peter Rosegger-Gedenkjahr 2018

Vielseitige Programmpunkte im Gedenkjahr 2018

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer eröffnete die Ausstellung „Wem gehört der Großglockner?″ im Rosegger-Museum in Krieglach. © Universalmuseum Joanneum/grafebner
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer eröffnete die Ausstellung „Wem gehört der Großglockner?″ im Rosegger-Museum in Krieglach.
© Universalmuseum Joanneum/grafebner
Bgm. Regina Schrittwieser, Monika Primas, Volkskultur Stmk. GmbH, Rosegger-Experte Gerald Schöpfer, LH Hermann Schützenhöfer, Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem und UMJ-GF Wolfgang Muchitsch bei der Auftakt PK zum Rosegger-Jahr 2018. © UMJ/J.J. Kucek
Bgm. Regina Schrittwieser, Monika Primas, Volkskultur Stmk. GmbH, Rosegger-Experte Gerald Schöpfer, LH Hermann Schützenhöfer, Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem und UMJ-GF Wolfgang Muchitsch bei der Auftakt PK zum Rosegger-Jahr 2018.
© UMJ/J.J. Kucek

Graz (28. Dezember 2018).- Den 175. Geburtstag und 100. Todestag von Peter Rosegger nahm die Steiermark zum Anlass, dem großen steirischen Schriftsteller ein Gedenkjahr zu widmen um seine Aktivitäten wieder stärker ins Bewusstsein zu rufen, aber auch bislang unbekannte Aspekte von Rosegger zu thematisieren. Zufrieden Bilanz zog Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Es ist uns gelungen mit einem abwechslungsreichen Programm den großen steirischen Literaten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ich danke allen Partnern und Veranstaltern dieses Gedenkjahres. Sie tragen zur Lebendigkeit der steirischen Kultur bei."

Die vielseitigen Programmpunkte im Peter-Rosegger-Gedenkjahr 2018 regten rund 70.000 bislang zurückgemeldete Besucher dazu an, das Leben und Wirken des steirischen Autors wiederzuentdecken oder aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu betrachten. „Das Rosegger-Jahr verlief überaus erfolgreich. Die Ausstellungen des Joanneums in Graz sowie an den Rosegger-Standorten in Krieglach und Alpl lockten mehr Besucherinnen und Besucher denn je an: Im Rosegger Geburtshaus haben sich die Besuche verdoppelt und im Rosegger Museum sogar vervierfacht," so Wolfgang Muchitsch, wissenschaftlicher Direktor des Universalmuseums Joanneum, zu der erfreulichen Bilanz.

Steiermarkweit gestalteten rund 45 Veranstalter ein abwechslungsreiches Programm mit 116 Gelegenheiten, neue, mitunter überraschende Facetten von Roseggers Persönlichkeit und Gedankenwelt kennenzulernen. Von Museumsausstellungen über Lesungen, von Theaterprojekten über Konzerte bis zu neuen Publikationen und nicht zuletzt maßgeschneiderten Formaten für Kinder und Jugendliche spannte sich ein weiter Bogen rund um den berühmten Steirer, der auch 100 Jahre nach seinem Tod noch Strahlkraft besitzt.

Einige Höhepunkte des Peter Rosegger-Gedenkjahres:

#1 Aktivitäten im Universalmuseum Joanneum

Die drei beteiligten Standorte des Universalmuseums Joanneum - Museum für Geschichte, Rosegger-Museum und Rosegger-Geburtshaus - wurden im Jubiläumsjahr von 43.000 Menschen besucht. Ergänzend zu den Rosegger-Ausstellungen gab es ein reichhaltiges Rahmenprogramm.

- Sonderausstellung „Peter Rosegger. Waldheimat und Weltwandel" im Museum für Geschichte

Die zentrale Ausstellung im Museum für Geschichte nahm das Roseggerjahr zum Anlass, um den Journalisten, Zeitzeugen und kritischen Menschen Peter Rosegger vor dem Hintergrund der Veränderungen seiner Zeit ins Zentrum zu rücken und aus neuen Blickwinkeln vorzustellen. Die von Gerald Schöpfer kuratierte Schau zog bis Mitte Dezember fast 18.000 Besucher/innen an und stellte den Dichter als Zeitzeugen und Kommentator von Bauernbefreiung und Landflucht, Industrialisierung und Urbanisierung, der sich wandelnden medizinischen Versorgung und Schulbildung und des aufkommenden Nationalismus vor. Diese Themen wurden in der Ausstellung in Dioramen dargestellt, eine um 1900 beliebte Form der Präsentation.

- Neuaufstellung der Rosegger-Standorte am Alpl und in Krieglach

Die neue Dauerausstellung „Wem gehört der Großglockner?" des Rosegger-Museums in Krieglach lädt dazu ein, bisher weniger beachtete Aspekte des vielschichtigen und auch ambivalenten Charakters Roseggers kennenzulernen. Ausgangspunkt dafür ist das titelgebende Rosegger-Zitat „Wem gehört der Großglockner?" aus der Monatsschrift Heimgarten - es steht für Roseggers Naturschutz-Engagement, das ihn ebenso auszeichnete wie seine Faszination für technische Fortschritte. Die Schau gibt anhand von historischen Dokumenten, Fotografien und auch bewegten Bildern neue Einblicke in Roseggers Zeit und Persönlichkeit. Die beiden Rosegger-Standorte wurden im Jahr 2018 mehr als 25.000 Mal besucht.

- Der Traumkünstler - ein Sommerspaziergang in Roseggers Waldheimat

Am 22. Juli 2018 erfüllte das Universalmuseum Joanneum gemeinsam mit dem Festival La Strada Graz das Rosegger-Geburtshaus am Alpl mit Leben und mit Erinnerungen an jene Zeit und jenen Ort, wo Peter Rosegger 175 Jahre zuvor als das älteste von sieben Kindern geboren wurde, ehe er in die Schneiderlehre ging und bald darauf zu schreiben begann. Im Geburtshaus, im Troadkastn und auf den Wiesen wurde gelesen, gespielt und gesungen: ein Sommerspaziergang durch die musikalischen und literarischen Landschaften des Fin de Siècle - als zahlreiche Künstler in den mondänen Hotels am Semmering residierten - bis in die künstlerische Moderne ein Jahrhundert danach.

#2 Jugendliche und Kinder für Literatur im Allgemeinen und Peter Rosegger im Speziellen begeistern:

Dieses Ziel wurde über die Aktivitäten der Volkskultur Steiermark GmbH verfolgt, die zum einen mit dem Volksschulprogramm „einfach lebendig" die Jüngsten dazu animierten, das bewegte Leben von Peter Rosegger anhand von Liedern und Geschichten kennenzulernen und selbst zu schreiben. Zum anderen konnten sich Jugendliche im Rahmen der Literaturwerkstatt-Woche „Schreibzeit Waldheimat" zu neuen Geschichten und Gedichten inspirieren lassen und diese -  genauso wie Rosegger - nach ihren eigenen Vorstellungen zu Papier bringen.

#3 Neue Publikationen

Das Rosegger-Gedenkjahr 2018 war auch Anlass für zahlreiche neue Werke verschiedener Rosegger-Fachleute wie Gerald Schöpfer, Daniela Strigl oder Karl Wagner, die sich intensiv mit dem Schaffen und Wirken von Peter Rosegger beschäftigen. In der Publikation „Wie selten haben wir uns gesehen ..." veröffentlichte die Steiermärkische Landesbibiliothek den Briefwechsel zwischen dem Genremaler Franz Defregger und Peter Rosegger, der tiefe Einblicke in familiäre Angelegenheiten und dichterische Belange gewährte, aber auch die Veränderungen und Umbrüche vor dem Ersten Weltkrieg spürbar macht. 

In seinem Buch „Man kommt sich vor wie in der Wüste ..." wiederum skizziert der Germanist und Rosegger-Experte Christian Teissl mithilfe von Originalzitaten und in einer essayistischen Erzählweise das letzte Lebensjahr Peter Roseggers.

#4 Veranstaltungen in der Region Waldheimat

Die Waldheimat-Gemeinden brachten sich intensiv in die Programmatik ein. An erster Stelle sind natürlich die Rosegger-Festspiele der Marktgemeinde Krieglach zu nennen, wo der erfolgreiche Regie-Export Georg Schütky den berühmten Rosegger-Roman Jakob der Letzte inszenierte. Auch die Gemeinde St. Kathrein am Hauenstein brachte mit dem Stück Der Schuster als Gespenst ein Rosegger-Schauspiel auf die Bühne und nutzte das Gedenkjahr, um Peter Roseggers Lieblingskirche - jene im Ort - mit einer neuen Kirchenorgel auszustatten. In Langenwang fiebert alles schon der 29. Christtagsfreude-Wanderung entgegen, die im Gedenkjahr besonders feierlich ausfallen wird.

Ein wichtiger Partner im Roseggerjahr war auch der rosegger[bund] krieglach, der in seinen insgesamt 23 Veranstaltungen ein besonders vielfältiges Bild von Peter Rosegger zeichnete. Vor allem die Roseggerwoche Ende Mai/Anfang Juni lieferte mit Lesungen, Erlebniswanderungen in der Region Waldheimat und mit Rosegger-Konzerten eindrucksvolle Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Peter Rosegger.

#5 Rosegger in Graz

Besonders gut angenommen wurden die Veranstaltungen im Grazer Raum, der diesmal besonders intensiv bespielt wurde - verbrachte Peter Rosegger doch einen Großteil seines Lebens in der steirischen Landeshauptstadt.

Beim Opus Styriae - dem alljährlichen Gemeinschaftskonzert des steirischen Blasmusikverbandes und des Chorverbandes Steiermark -  kam es auf Grundlage von Peter-Rosegger-Texten zur Uraufführung neuer Kompositionen für Blasorchester, Chöre und Ensembles. Die großen Kulturveranstaltungen wie Styriarte und Klanglicht beteiligten sich ebenso am Gedenkjahr wie die Oper Graz, die gemeinsam mit der Volkskultur Steiermark GmbH zum „Grazer Advent in der Oper" lud und dabei zeigte, dass sich mit Peter Rosegger auch Genregrenzen überwinden lassen.

Graz, am 28. Dezember 2018

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