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Das Land Burgenland beteiligt sich an Joanneum Research

Landeshauptleute Schützenhöfer, Kaiser und Niessl besiegeln Zusammenarbeit

Die neue Forschungsachse Süd: LH Peter Kaiser, LH Hermann Schützenhöfer und LH Hans Niessl bei Joanneum Research in Weiz. © Bilder: Joanneum Research/Schwarzl; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Die neue Forschungsachse Süd: LH Peter Kaiser, LH Hermann Schützenhöfer und LH Hans Niessl bei Joanneum Research in Weiz.
© Bilder: Joanneum Research/Schwarzl; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
JR-GF Wolfgang Pribyl, LR Barbara Eibinger-Miedl, LH Peter Kaiser, LH Hermann Schützenhöfer, LH Hans Niessl, LR Alexander Petschnig und JR-Aufsichtsratsvorsitzender Martin Wiedenbauer (v.l.). 
JR-GF Wolfgang Pribyl, LR Barbara Eibinger-Miedl, LH Peter Kaiser, LH Hermann Schützenhöfer, LH Hans Niessl, LR Alexander Petschnig und JR-Aufsichtsratsvorsitzender Martin Wiedenbauer (v.l.).
LR Alexander Petschnig, LH Hans Niessl, LH Hermann Schützenhöfer, LH Peter Kaiser, LR Barbara Eibinger-Miedl und JR-GF Wolfgang Pribyl (v.l.). 
LR Alexander Petschnig, LH Hans Niessl, LH Hermann Schützenhöfer, LH Peter Kaiser, LR Barbara Eibinger-Miedl und JR-GF Wolfgang Pribyl (v.l.).
Spannende Einblicke in die Labors von Joanneum Research in Weiz. 
Spannende Einblicke in die Labors von Joanneum Research in Weiz.
LH Peter Kaiser, LH Hermann Schützenhöfer und LH Hans Niessl im Joanneum Research-Labor in Weiz. 
LH Peter Kaiser, LH Hermann Schützenhöfer und LH Hans Niessl im Joanneum Research-Labor in Weiz.
Durch die neue Forschungskooperation entsteht ein neuer JR-Standort in Pinkafeld. 
Durch die neue Forschungskooperation entsteht ein neuer JR-Standort in Pinkafeld.

Graz/Weiz (20. April 2018).- Das Land Steiermark, das Land Kärnten und das Land Burgenland bekräftigten heute (20.4.2018) bei einer Pressekonferenz in Weiz die zukünftige engere Zusammenarbeit im Bereich Forschung. Die Landeshauptleute Hermann Schützenhöfer, Peter Kaiser und Hans Niessl trafen sich am Joanneum Research-Standort in der oststeirischen Bezirksstadt, um die Kooperation zu besiegeln: Das Burgenland beteiligt sich künftig mit fünf Prozent an der Joanneum Research und wird sich im zukunftsträchtigen Forschungsbereich „Smart Connected Lighting“ engagieren. Damit soll die Forschungsachse Süd von Kärnten über die Steiermark bis ins Burgenland weiter gestärkt und die internationale Sichtbarkeit der heimischen Forschung erhöht werden.

Das Land Burgenland möchte seine Forschungsaktivitäten bündeln und sich als Wissenschaftsstandort stärker positionieren und ist daher an die Joanneum Research herangetreten, um einen erfahrenen strategischen Partner zu gewinnen.

LH Hermann Schützenhöfer betonte: „Miteinander statt nebeneinander, das schaffen wir mit der Forschungskooperation im Süden Österreichs. Forschung und Innovation sichern Wohlstand und Arbeit für die Zukunft. Durch die Zusammenarbeit der drei Bundesländer stärken wir die Joanneum Research als Flaggschiff der Innovation und damit auch die Rolle der Steiermark als Forschungseuropameister.“

LH Peter Kaiser: „Die 15-Prozent-Beteiligung Kärntens an der Joanneum Research war eine wichtige Weichenstellung für die Zukunftsorientierung unseres Bundeslandes und einer der Grundpfeiler für die erfolgreiche Etablierung der Forschungsachse Süd. Der 2015 begonnene Aufbau des Robotics-Instituts im Klagenfurter Lakeside-Park ist bereits so erfolgreich fortgeschritten, dass wir heuer mit dem Bau eines zweiten Labor-Gebäudes beginnen. Ich freue mich, dass wir mit der Beteiligung des Burgenlands die starke Forschungsachse Süd noch einmal verbreiten und vertiefen.“

LH Hans Niessl zum Einstieg des Burgenlandes bei der Forschungsgesellschaft: „Von der Beteiligung an der Joanneum Research und dem damit verbundenen Aufbau und der Entwicklung der neuen Forschungseinrichtung Pinkafeld mit dem Schwerpunkt ,Smart Connected Lighting' wird die burgenländische Wirtschaft profitieren, der Wissenschafts- und Forschungsstandort Burgenland weiter aufgewertet und die Forschungsquote weiter steigen.“

Die steirische Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl erklärte: „Joanneum Research hat sich längst zu einem Herzstück der österreichischen Forschungslandschaft entwickelt und trägt wesentlich dazu bei, dass die Steiermark das Forschungsland Nummer eins in Österreich und eine der innovativsten Regionen in Europa ist. Joanneum Research ist federführend, wenn es darum geht, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die praktische Anwendung in Unternehmen zu bringen. Wir setzen aber nicht nur auf die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, sondern seit vielen Jahren auch auf bundesländerübergreifende Kooperationen. Der Einstieg des Burgenlandes ist ein weiterer Meilenstein in diesem Bereich!“

Das Land Burgenland kauft um 1,865 Millionen Euro im Wege einer Kapitalerhöhung fünf Prozent der Gesellschaftsanteile an der Joanneum Research und verpflichtet sich, zusätzlich einen jährlichen Gesellschafterzuschuss in Höhe von 464.500 Euro zu leisten. Mit dem Kauf erhöht sich das Stammkapital der Gesellschaft um 180.000 Euro auf 3,6 Millionen Euro, die neue Verteilung der Eigentümerstruktur ist dann 80,75 Prozent Land Steiermark, 14,25 Prozent BABEG (Land Kärnten) und 5 Prozent Landesholding Burgenland. Der Kaufpreis fließt in die Joanneum Research und wird für den  Aufbau und die Entwicklung des neuen Standortes der Joanneum Research in Pinkafeld verwendet.

Im Rahmen der neuen Eigentümerstruktur wird im dritten Quartal 2018 eine neue Forschungsgruppe „Smart Connected Lighting“ gegründet, die bei „MATERIALS“, dem Institut für Oberflächentechnologien und Photonik der Joanneum Research, eingegliedert sein wird. „MATERIALS“ forscht an den Standorten Weiz, Niklasdorf und Leoben; für die neue Forschungsgruppe wird jedoch ein neuer JR-Standort in Pinkafeld eröffnet. In den kommenden fünf Jahren soll ein Team von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Gebiet „Smart Connected Lighting“ in Abstimmung mit den regionalen Keyplayern forschen. „Die Beleuchtungstechnik erlebt derzeit einen Paradigmenwechsel von der reinen Lichtquelle hin zu umfassenden smarten Beleuchtungskonzepten, die mit Sensorik, Steuerung, Regelung, Vernetzung und Kommunikation funktionieren. Mit ‚Smart Connected Lighting‘ wollen wir eine Forschungseinheit aufbauen, die auf nationaler und auch auf internationaler Ebene eine führende Rolle sowohl in der Vorfeldforschung als auch im Technologietransfer zu Firmen einnehmen soll“, erläutert Joanneum Research-Geschäftsführer Wolfgang Pribyl.

Eine der Ursachen für diesen Paradigmenwechsel ist vor allem im Kostendruck zu sehen, der sich aus dem Wettbewerb mit Produkten aus dem asiatischen Raum ergibt, insbesondere im Billigpreissegment. Nur durch entsprechende Funktionalisierung wird es möglich sein, intelligentere Produkte zu fertigen, die einen Mehrwert für den Nutzer darstellen und damit auch eine höhere Wertschöpfung generieren können. Es ist ein starker Trend zu „vernetzter und funktioneller Beleuchtung“ zu erkennen. Diese kann man zum Beispiel bei der Gebäudesteuerung (Smart Buildings) einsetzen oder auch in industrieller Umgebung, wie zum Beispiel bei Produktionsstraßen. Viele der dafür notwendigen Sensoren und Kommunikationsbausteine werden zunehmend direkt in die Lichtinfrastruktur integriert. Damit wird diese zur Schlagader von vernetzten Lebens- und Produktionswelten und zum Sprachzentrum des „Internet of Everything“, das Menschen, Objekte und Daten miteinander vernetzen und kommunizieren lässt. Die Leitung der Forschungsgruppe wird Franz-Peter Wenzl übernehmen, der bisherige Leiter der Forschungsgruppe „Licht und Optische Technologien“ bei „MATERIALS“.

Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH entwickelt Lösungen und Technologien für Wirtschaft und Industrie in einem breiten Branchenspektrum und betreibt Spitzenforschung auf internationalem Niveau. Mit dem Fokus auf angewandte Forschung und Technologieentwicklung nimmt die „INNOVATION COMPANY“ eine Schlüsselfunktion im Technologie- und Wissenstransfer ein. „MATERIALS“ - Institut für Oberflächentechnologien und Photonik: Unter Einsatz moderner, auf Miniaturisierung, Integration und Werkstoffoptimierung beruhender Technologien und Verfahren bietet „MATERIALS“ interdisziplinare Lösungsansätze für die gesamte Wertschöpfungskette. Dazu zählen großflächige Mikro- und Nanostrukturen, Bio- und Chemosensoren, Lichttechnologien, funktionalisierte Oberflächen oder Laserprozesse.

Graz, am 20. April 2018

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information:
Martin Schemeth unter Tel.: +43 (316) 877-4204, bzw. Mobil: +43 (676) 86664204 
 und Fax: +43 (316) 877-3188  oder E-Mail: martin.schemeth@stmk.gv.at 
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