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Steirische Forschungspreise 2015 überreicht

Vier steirische Wissenschaftler ausgezeichnet

Forschungspreise 2015: Peter Ruggenthaler, Monika Oberer, Landesrat Christopher Drexler, Ursula Diefenbach (in Vertretung ihres Gatten Wolfgang Erhard Ernst) und Frank Madeo (v.l.) 
Forschungspreise 2015: Peter Ruggenthaler, Monika Oberer, Landesrat Christopher Drexler, Ursula Diefenbach (in Vertretung ihres Gatten Wolfgang Erhard Ernst) und Frank Madeo (v.l.)
Frank Madeo erhielt von Landesrat Drexler den Erzherzog-Johann-Forschungspreis 
Frank Madeo erhielt von Landesrat Drexler den Erzherzog-Johann-Forschungspreis
Ursula Diefenbach nahm stellvertetend für ihren im Ausland weilenden Gatten Wolfgang Erhard Ernst den Forschungspreis des Landes Steiermark entgegen 
Ursula Diefenbach nahm stellvertetend für ihren im Ausland weilenden Gatten Wolfgang Erhard Ernst den Forschungspreis des Landes Steiermark entgegen
Monika Oberer wurde von Landesrat Drexler mit dem Förderungspreis des Landes ausgezeichnet 
Monika Oberer wurde von Landesrat Drexler mit dem Förderungspreis des Landes ausgezeichnet
Peter Ruggenthaler erhielt den Förderungspreis von Landesrat Drexler  © Fotos: steiermark.at/FotoFischer, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Peter Ruggenthaler erhielt den Förderungspreis von Landesrat Drexler
© Fotos: steiermark.at/FotoFischer, Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (11. Dezember 2015).- Im Weißen Saal der Grazer Burg wurden heute Vormittag (11.12.2015) die steirischen Forschungspreise verliehen. Wissenschaftslandesrat Christopher Drexler zeichnete eine Wissenschaftlerin und drei Wissenschaftler für außergewöhnliche Leistungen in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet aus. „Die Steiermark verfügt mit fünf Universitäten, zwei Fachhochschulen sowie zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen über ein unverwechselbares, aus international anerkannten Stärkefeldern gewachsenes Profil“, betonte Drexler. „Ein Blick auf die Liste der bisherigen Preisträger führt uns auch eindrucksvoll die Breite und Stärke des Forschungslandes Steiermark vor Augen. Ich gratuliere allen Preisträgern des heurigen Jahres sehr herzlich“, so der Wissenschaftslandesrat.

Moleküle, Peptide und Kalter Krieg 

Der Erzherzog-Johann-Forschungspreis ging heuer an Frank Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz für seine Arbeiten zum Molekül „Acetyl-CoA“. Madeo und seine Kollegen konnten mit ihren Forschungen die gesundheitsfördernden Effekte des Fastens erstmals molekular erklären. Die Ergebnisse spielen auch für die Krebs- und Alzheimerforschung eine wichtige Rolle. Mit dem Forschungspreis des Landes Steiermark wurde Wolfgang Erhard Ernst, Dekan des Instituts für Experimentalphysik an der Technische Universität Graz, für seine Arbeiten über „Kalte Moleküle für die Quantentechnologie“ ausgezeichnet. Mittels einer einzigartigen Methode erzeugt Ernst winzige Tröpfchen aus Helium mit einem Durchmesser von etwa fünf Nanometern. Auf deren Oberfläche oder im Inneren können Atome gezielt angeordnet und zur Reaktion gebracht werden, was zu bisher nicht zugänglichen, vormals unerforschten Molekülen und Clustern führt. Stellvertretend für Ernst, der derzeit in den USA weilt, nahm seine Gattin Ursula Diefenbach den Preis entgegen.

Beide Preise sind mit jeweils 12.000 Euro dotiert. Mit der gleichen Gesamtsumme ist der Förderungspreis des Landes Steiermark ausgelobt, den sich zwei Preisträger teilen: Monika Oberer, ebenfalls vom Institut für Molekulare Biowissenschaften, erhielt die Auszeichnung für ihre Studie, in der es gelungen ist, ein 33 Aminosäuren-umfassendes Peptid aus dem Protein G0S2 zu isolieren, das für den Fettstoffwechsel eine wesentliche Bedeutung hat. Ihre Arbeit öffnet Wege zu neuen Therapieansätzen bei Störungen des Fettstoffwechsels. Der Zeithistoriker Peter Ruggenthaler vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung erhält den Förderungspreis für sein Buch „The Concept of Neutrality in Stalin's Foreign Policy“, das in der Harvard Cold War Studies Book Series erschienen ist. Das Buch basiert auf Ruggenthalers Habilitationsschrift an der Karl-Franzens-Universität und ist die erste Monographie eines österreichischen Zeithistorikers, die an der Harvard-Universität publiziert wurde.

Forschungsland Steiermark 

„Herausragende wissenschaftliche Arbeiten bedürfen besonderer Beachtung und Anerkennung. Die alljährliche Verleihung der Forschungspreise würdigt hervorragende Forschungsleistungen außergewöhnlicher Menschen und soll sowohl anerkannte als auch junge steirische Wissenschaftler in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anregen. Mit einer Forschungsquote von rund 4,81 Prozent erzielt die Steiermark eine Spitzenplazierung in Europa“, unterstrich Drexler auch die Bedeutung der steirischen Forschungspreise, die traditionell am Ende des Jahres in Graz verliehen werden.

 

Graz, am 11. Dezember 2015

 

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