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Versöhnungsfonds: Großes Lob für Steiermark

Hohe Landesauszeichnungen in der Grazer Burg verliehen

Landeshauptmann Mag. Franz Voves gratuliert Botschafter Dr. Steiner (links) und Ex-ORF-Landesintendant Emil Breisach. 
Landeshauptmann Mag. Franz Voves gratuliert Botschafter Dr. Steiner (links) und Ex-ORF-Landesintendant Emil Breisach.
Dr. Werner Eichtinger (links) und Dr. Gerhard Wurm (rechts) mit LH Voves. Foto Fischer: Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei.     
Dr. Werner Eichtinger (links) und Dr. Gerhard Wurm (rechts) mit LH Voves. Foto Fischer: Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei.

Graz.- Überaus verdiente Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Diplomatie und Verwaltung standen nach Einladung von Landeshauptmann Mag. Franz Voves gestern im Mittelpunkt eines Festaktes im Weißen Saal der Grazer Burg: Emil Breisach, langjähriger Intendant des ORF-Landesstudios Steiermark und Präsident der ´Akademie Graz´ ist Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark mit dem Stern. Das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark erhielten der frühere Staatssekretär und Botschafter Dr. Ludwig Steiner, Dr. Werner Eichtinger und Dr. Gerhard Wurm, die die Personal- und Landesfinanzabteilung geleitet hatten, Honorarkonsul Kommerzialrat Dr. Horst Hans Schumi, sowie Landesfeuerwehrkommandant a. D. Franz Hauptmann.

Landeshauptmann Mag. Franz Voves und Vor-Vorgänger Dr. Josef Krainer überreichten Botschafter Steiner die hohe Landesauszeichnung gemeinsam als Geste einer jahrzehntelangen Verbundenheit Steiners mit der Steiermark. Weitere hochrangige Ehrengäste waren der Präsident des Landtags Steiermark Siegfried Schrittwieser sowie die Vorgänger Franz Wegart, Dipl.-Ing. Franz Hasiba und Reinhold Purr.

In den Dankesworten im Namen der Geehrten unterstrich Botschafter Steiner die hervorragende Unterstützung der Steiermark bei seinen Recherchen als Versöhnungskomitee-Vorsitzender.

Zu Beginn der Feierstunde betonte Landeshauptmann Mag. Franz Voves, dass „diese Feierstunde für Menschen bestimmt ist, die in überzeugender Weise für unser Land gewirkt und gearbeitet haben“. Der Landeschef sprach nicht nur den Geehrten Dank und Anerkennung im Namen des Landes aus. Diese Würdigung gebührte „auch den Familien, Ehepartnern, Kindern, Freunden und nicht zuletzt den Mitarbeitern; all´ jenen, die die Ausgezeichneten auf Ihrem Weg begleiteten. Denn Leistung und Erfolg sind ja für uns alle ohne den Rückhalt der Gemeinschaft und ohne die Unterstützung jener, die uns begleiten, selten möglich.“

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Ensemble „Sans frontieres“.

 

Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern:

Präsident a. D. Intendant a.D. Emil Breisach:

Die Förderung der steirischen Kultur, die Förderung junger Künstler nutzte Präsident Emil Breisach um Meilensteine der steirischen Kultur-Geschichte zu schaffen. Seine journalistische Karriere begann Breisach nach dem Krieg als Sprecher der Sender-Gruppe Alpenland im Grazer Funkhaus. Bereits in dieser Funktion gestaltete er Kabaret-Sendungen mit bekannten Größen wie Fritz Muliar und Sepp Trummer. 1958 war Emil Breisach Mitbegründer des „Forum Stadtparks“ dessen Leitung er neun Jahre lang inne hatte und das er zu einem Avantgarde der steirischen Kultur-Szene aufbaute. Für den 1968 ins Leben gerufenen „Steirischen Herbst“ fungierte Präsident Breisach bis 1982 als Direktoriums-Sprecher. Er leitete 21 Jahre lang das Landesstudio Steiermark. Das Landes-Studio wurde kulturelles Zentrum für schöpferische Menschen. So wurden etwa Wolfgang Bauers „Gespenster“ Österreichweit übertragen. Breisach hatte ein offenes Ohr für soziale Themen und die Jugend: Er widmete einen gesamten Sende-Tag der Aktion „Menschen für Menschen“ von Karlheinz Böhm. Mit dem Übertritt in den Ruhestand im Jahr 1987 wurde für den umtriebigen Journalisten und Kultur-Förderer der Weg frei, mit „Akademie Graz“ ein neues großes Kapitel seiner Lebens-Geschichte aufzuschlagen: 


Großes Goldenes Ehrenzeichen

Hofrat i.R. Dr. Werner Eichtinger:

Großen Herausforderungen musste sich der Öffentliche Dienste in den letzten Jahren stellen. Die Einführung des „E-Government“ fiel in die Amtszeit von Hofrat Dr. Werner Eichtinger, langjähriger  Vorstand der Personal-Abteilung. Er war maßgeblich an der Umsetzung großer notwendiger Reformen beteiligt. Dazu gehörte Einführung des Personal-Managements im Landesdienst, die Tele-Arbeit, die Einführung neuer Verwaltungs-Praktika oder die Anhebung der Teilzeit-Quote. Auf Gesetzes-Ebene im Land Steiermark wirkte Hofrat Eichtinger etwa beim neuen Reisegebühren-Gesetz, beim Gleichbehandlungs-Gesetz oder bei der Novellierung des Personal-Vertretungsgesetzes mit. Durch die Gleichstellung der Vertragsbediensteten mit den Beamten und die Beseitigung der Zulagen erfolgte mit der Dienstrechtsreform eine wesentliche Modernisierung bei der Entlohnung der Landes-Bediensteten.

Landesfeuerwehrkommandant a.d. Franz Hauptmann:

Sie riskieren im Einsatz ihre Gesundheit und mitunter sogar ihr Leben zur Rettung ihrer Mitmenschen. Die Mitglieder der Feuerwehren stehen bei Umfragen betreffend das Vertrauen der Bevölkerung immer an ganz vorderer Stelle. Diese Bereitschaft, sich für andere einzusetzen, ist bei Landes-Feuerwehr-Kommandant a. D. Franz Hauptmann besonders stark ausgeprägt. Bereits mit 16 Jahren trat er der Freiwilligen Feuerwehr Kaindorf bei. Im Jahr 1996 wurde er zum Bezirks-Feuerwehr-Kommandanten von Hartberg gewählt, die 45 Wehren mit mehr als 3.000 Mann umfasste. Im Mai 2001 wurde Franz Hauptmann zum Landes-Feuerwehr-Kommandanten der Steiermark und auf Grund seiner Erfahrung zum Landes-Brand-Direktor gewählt.

Honorar-Konsul Kommerzialrat Dr. Horst Schumi:

Als Honorar-Konsul der Ukraine mit dem Amtsbereich Steiermark und Kärnten ist Kommerzialrat Dr. Horst Hans Schumi mit der seit zwei Jahren bestehenden positiven wirtschaftlichen Entwicklung des osteuropäischen Landes bestens vertraut. Nach der Erlangung des Titels „Diplom-Kaufmann“ und der Ablegung des Doktorates 1971 besuchte er die Diplomatische Akademie und arbeitete als Direktions-Assistent der österreichischen Holzmesse in Klagenfurt. Für sein völkerübergreifendes Engagement erhielt Dr. Schumi eine hohe Auszeichnung durch den Italienischen Staats-Präsidenten und für seine wirtschaftlichen Leistungen wurde ihm im Jahr 2000 der Berufstitel „Kommerzialrat“ verliehen.

Staats-Sekretär a. D. Botschafter i. R. Dr. Ludwig Steiner:

Als Mitglied der österreichischen Regierungs-Delegation im Rahmen der Staatsvertrags-Verhandlungen 1955 in Moskau war Botschafter Dr. Ludwig Steiner im Vorjahr einer der gefragtesten Festredner und Interview-Partner anlässlich der Jubiläen „60 Jahre Kriegs-Ende und 50 Jahre Staatsvertrag“. Im Rahmen der im Mai 2005 eröffneten Ausstellung „Die neue Steiermark. Unser Weg 1945-2005“ des Steiermärkischen Landesarchivs hielt er die Festrede. Im November 1948 trat er schließlich in den Diplomatischen Dienst im Bundeskanzleramt ein und war zwei Jahre lang an der österreichischen Gesandtschaft in Paris tätig, ehe er sich als Sekretär von Außen-Minister Karl Gruber und Bundeskanzler Julius Raab verdient gemacht hat. Auf Grund seiner außerordentlichen Leistungen wurde Dr. Ludwig Steiner 1961 in der Regierung Alfons Gorbach Staats-Sekretär unter Außenminister Bruno Kreisky. Als Vorsitzender des Komitees des Österreichischen Versöhnungs-Fonds konnte er auch vielen Steirerinnen und Steirern helfen, für ehemalige Zwangs-Arbeit auf österreichischem Territorium unbürokratisch entschädigt zu werden.

Hofrat Dr. Gerhard Wurm:

Er war von 1991 bis 2006 in unserer Finanz-Abteilung tätig.  In dieser Zeit haben rund 800 Milliarden Schilling oder umgerechnet mehr als 58 Milliarden Euro die Verwaltung des Landes Steiermark durchlaufen. 1991 wechselte er zum Amt der Steiermärkischen Landes-Regierung und übernahm die Leitung der damaligen Rechtsabteilung 10, die einige Jahre später in die „Fachabteilung 4A, Finanzen und Landeshaushalt“ übergegangen ist. Am 1. Jänner 2002 folgte der berufliche Höhepunkt mit der Ernennung zum Leiter der Abteilung 4 „Finanzen und Landes-Buchhaltung“. Neben der erfolgreichen Bewältigung der Landes-Finanzen setzte Hofrat Wurm zahlreiche Schwerpunkte und Initiativen, die mitunter von anderen Bundesländern als Erfolgsmodell übernommen wurden. 

 

Graz, am 20. Dezember 2006

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Dr. Kurt Fröhlich unter Tel.: (0316) 877-3881, Fax: (0316) 877-3188  E-Mail: kurt.froehlich@stmk.gv.at zur Verfügung
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