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Groß Gold mit Stern für Nikolaus Harnoncourt

Alice Harnoncourt vertrat ihren erkrankten Gatten in der Grazer Burg

Alice Harnoncourt nimmt die hohe Landesauszeichung für ihren Gatten in Empfang. Foto: Christian Jungwirth,  Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei.   
Alice Harnoncourt nimmt die hohe Landesauszeichung für ihren Gatten in Empfang. Foto: Christian Jungwirth, Abdruck bei Quellenangabe honorarfrei.

Graz.- Professor Dr. h.c. Nikolaus Harnoncourt, den „weltberühmten Dirigenten aus dem Geschlecht der Grafen ´de la Fontaine´ und ´d´Harnoncourt-Unverzagt´“, hat Landeshauptmann Waltraud Klasnic heute in einem Festakt im Weißen Saal der Grazer Burg mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern“ ausgezeichnet. Wenige Stunden vor dem Festakt musste der Dirigent wegen einer schweren Erkältung bedauerlicherweise absagen. Alice Harnoncourt übernahm die hohe Landesauszeichnung für den erkrankten Gatten.

Nach dem Cello-Unterricht in Graz studierte Nikolaus Harnoncort, der 1929 in Berlin geborene Nachfahre des Erzherzog Johann von Österreich, „ab 1948 an der Wiener Musik-Akademie und absolvierte seinen ersten bedeutenden Auftritt im Rahmen des Staats-Opern-Orchesters. 1952 wurde Professor Harnoncourt Cellist der ´Wiener Symphoniker´ unter der Leitung Herbert von Karajans“, unterstrich LH Klasnic in der Laudatio. Jedoch „widersprach die Orchester-Routine immer mehr Harnoncourts künstlerischen Ambitionen“ und führte, so Klasnic, zur Schaffung eines eigenen Klangkörpers, des mittlerweilen legendären ´Concentus Musicus´ im Jahr 1953.
„Im Mittelpunkt dieses Orchesters steht die Verwendung von Original-Instrumenten der ´Alten Musik´ aus Renaissance und Barock. Die anfängliche Skepsis der Öffentlichkeit tat der Begeisterung Harnoncourts für alte Musik-Instrumente keinen Abbruch – im Gegenteil: Für Ankäufe wertvoller Instrumente wurden sogar bescheidene Lebens-Verhältnisse der jungen Familie in Kauf genommen“, betonte LH Klasnic im weitern Verlauf des Festaktes. Niklaus Harnoncourt setzte der traditionellen Aufführung „sein eigenes Interpretations-Modell entgegen, das auf genauen Kenntnissen der alten Spiel-Weisen und der Verwendung historischer Instrumente beruht. Auch als Dirigent geht es ihm nicht um das bloße Nachspielen von Noten, sondern um das Erfassen der Aussage eines Werkes“, unterstrich LH Klasnic abschließend.

Zu den jüngsten Höhepunkten in der künstlerischen Karriere Harnoncourts zählte die Aufführung von George Bizets Oper „Carmen“ bei den „styriarte“-Festspielen dieses Jahres.
Als Ehrengäste begrüßte LH Klasnic unter anderem Landtagspräsident Reinhold Purr, Bundesrat Professor Herwig Hösele, Landesamtsdirektor Univ.-Prof. DDr. Gehart Wielinger sowie Nikolaus Harnocourts Brüder Dr. Franz Harnoncourt-Unverzagt und Univ.-Prof. Dr. Philipp Harnoncourt.

Für Rückfragen stehen Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Dr. Kurt Fröhlich und Mag. Markus Gruber unter
Tel.: (0316) 877-2782, 4107 Fax: (0316) 877-3188 E-mail: kurt.fröhlich@stmk.gv.at,
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