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Großes Goldenes Ehrenzeichen verliehen

Ein Mediziner, ein Lehrer und ein Jurist wurden in der Grazer Burg geehrt

v.l.n.r. Landtagsabgeordneter a. D. Volksschuldirektor Alexander Freitag, Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg, Landeshauptmann Waltraud Klasnic und Leitender Oberstaatsanwalt Hon. Prof. Dr. Heimo Lambauer. Foto Fischer 
v.l.n.r. Landtagsabgeordneter a. D. Volksschuldirektor Alexander Freitag, Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg, Landeshauptmann Waltraud Klasnic und Leitender Oberstaatsanwalt Hon. Prof. Dr. Heimo Lambauer. Foto Fischer

Graz.- Drei prominente Persönlichkeiten, die sich um den Fortschritt in der Medizin, in der Bildung und den Rechtswissenschaften überaus verdient gemacht hatten, zeichnete Landeshauptmann Waltraud Klasnic am Freitag abend mit den Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark aus. Diese Auszeichnung erhielten der langjährige Landtagsabgeordnete Oberschulrat Alexander Freitag, der Grazer Herzchirurg Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg, sowie der leitende Oberstaatsanwalt Dr. Heimo Lambauer.

 

Landtagsabgeordneter a.D. Volksschul-Direktor i.R. Oberschulrat Alexander Freitag: Am 10. Oktober 1944 in Graz geboren, maturierte Alexander Freitag am Bundesgymnasium Graz-Carneri. Sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, verbunden mit der Entschlossenheit, jederzeit für andere Leute einzutreten, machte ihn zum erfolgreichen und beliebten Schulsprecher. Er trat 1967 in den Schuldienst ein und wurde Direktor in Trössengraben, Bezirk Feldbach. Alexander Freitag wurde 1969 in den Gemeinderat der Marktgemeinde „St. Stefan im Rosental“ gewählt. Dort war er 25 Jahre lang aktiv, sechs Jahre als Vize-Bürgermeister. 1980 wurde der Ausgezeichnete als Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag angelobt. Er gehörte elf Jahre dem Landesparlament am.

Leitender Oberstaatsanwalt Univ.-Prof. Dr. Heimo Lambauer:  Sein ganzes Berufsleben lang faszinierte den Juristen das Strafrecht und seine Begeisterung verhalf ihm zu einer glanzvollen Karriere in einem Bereich, der für das geordnete Zusammenleben der Menschen eine große Rolle spielt. Professor Lambauer wurde am 2. März 1940 in Graz geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er in Mindeststudienzeit Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, absolvierte nebenbei einen Abiturienten-Kurs an der Handels-Akademie und arbeitete darüber hinaus bei einer Bank. In den

 

Justizdienst trat er als Rechtspraktikant 1963 ein und legte drei Jahre später die Richteramtsprüfung mit sehr gutem Erfolg ab. Die richterliche Tätigkeit führte ihn für die nächsten Jahre an das Bezirksgericht Bruck an der Mur, ehe er 1969 an die Staatsanwaltschaft Graz berufen wurde. 1989 wurde er zum Leiter der Staatsanwaltschaft Graz ernannt und im Jahr 1999 schließlich zum Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Graz, die die Bundesländer Steiermark und Kärnten umfasst.

Das enorme Fachwissen des Strafrechtexperten wird nicht nur bei Beratungen auf der Ebene der Gesetzgebung im Nationalrat herangezogen. Lambauer ist Mitautor eines maßgeblichen Werkes über das Strafprozessrecht. Seit 1991 hat er auch einen Lehrauftrag an der Universität und 4 Jahre später wurde ihm die Lehr-Befugnis als Honorar-Professor für Strafrecht und Straf-Prozessrecht verliehen.

Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg:  

Die Transplantation der wichtigsten menschlichen Organe und die anschließende Unterstützung dieser Organe sind die Kerngebiete der „Abteilung für Transplantations-Chirurgie“ des LKH-Universitäts-Klinikums Graz. Auch die so genannte „Transplant-Ambulanz“, in der alle transplantierten Patienten nachbetreut werden, ist in dieser von Vize-Rektor Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg geleiteten Abteilung untergebracht. Dr. Tscheliessnigg war es auch, der nach Ausbildungsaufenthalten in den USA ab 1985 die ersten erfolgreichen Herz-Transplantationen in Graz durchgeführt hat.

Dr. Tscheliessnigg wurde am 24. Dezember 1946 in Graz geboren. Nach der Schulzeit und dem Präsenz-Dienst studierte er an der Karl-Franzens-Universität Graz Medizin und promovierte 1972 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Durch zahlreiche Auslandsaufenthalte, die ihn an die Universitäten Erlangen, Stanford und Cambridge geführt hatten, konnte Professor Tscheliessnigg sein erworbenes Wissen um viele Gesichtspunkte erweitern. Besondere Verdienste hat sich der Ausgezeichnete bei der Gründung der neuen Medizin-Universität erworben. Er war Vorsitzender des Gründungskonventes und ist nunmehr als Vize-Rektor für den gesamten klinischen Bereich der Universität zuständig. Tennis, Schi- und Ralley-Fahren gehören zu seine Hobbys. Außerdem errang er als Turnier-Tänzer vier Staatsmeistertitel.

Graz, am 20. Dezember 2004

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information Dr. Kurt Fröhlich und Mag. Markus Gruber unter Tel.: (0316) 877-3881, 4107, Fax: (0316) 877-3188  E-Mail: kurt.froehlich@stmk.gv.at zur Verfügung.

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