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Europaweit einzigartiges Wildnisgebiet ist auf Schiene

Verordnung in der Landesregierung beschlossen:

LR Hans Seitinger, Bgm. Bernhard Moser, LRin Ursula Lackner und Bgm.in. Karin Gulas  kämpfen gemeinsam für das europaweit einzigartige Wildnisgebiet © Foto: Christian Scheucher; bei Quellenangabe honorarfrei
LR Hans Seitinger, Bgm. Bernhard Moser, LRin Ursula Lackner und Bgm.in. Karin Gulas kämpfen gemeinsam für das europaweit einzigartige Wildnisgebiet© Foto: Christian Scheucher; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (19. Juni 2021).- 7000 Hektar unberührte Natur umfasst das Schutzgebiet, das durch die Ausweitung des niederösterreichischen Wildnisgebietes Dürrenstein auf das Lassingtal im Norden der Steiermark entsteht. Ein Meilenstein für den Schutz der Natur, aber auch für die Weiterentwicklung der gesamten Region, der am Donnerstag (17.06.) in der Landesregierung auf Schiene gebracht wurde.

Das Wildnisgebiet Dürrenstein im südlichen Niederösterreich ist ein einzigartiges Naturjuwel, das zu Österreichs erstem UNESCO Weltnaturerbe erhoben wurde und den größten noch vorhandenen Urwald des Alpenbogens bewahrt. Dieser gilt mit seinen vielfältigen Arten als einer der letzten Lebensräume in Europa, der sich seit der jüngsten Eiszeit ohne Einfluss des Menschen entwickeln konnte. Nach langen Verhandlungen ist es der steirischen Umweltlandesrätin Ursula Lackner mit der Unterstützung zweier Unternehmer im März gelungen, die Erweiterung des niederösterreichischen Wildnisgebietes in die Steiermark auf Schiene zu bringen. „Das ist ein echtes Vermächtnis für die kommenden Generationen", erzählt sie.

Nach intensiven Vorbereitungen wurde am Donnerstag in der Sitzung der steirischen Landesregierung nun auch das nächste Etappenziel geschafft: Die Verordnung, die die Unterschutzstellung des Naturjuwels regelt, wurde auf den Weg gebracht.

Das Lassingtal - wild und unbändig
Durch einen Zusammenschluss des 3.500 Hektar großen Lassingtals mit dem ebenso großen Wildnisgebiet Dürrenstein entsteht ein europaweit einmaliges Schutzgebiet. Der Lassingbach ist ein weitgehend unregulierter Alpenfluss von europäischer Bedeutung, dessen ausgedehnte Schotterflächen und einmalige Begleitvegetation nun unter besonderen Schutz gestellt werden. Das Gelingen dieser Erweiterung ist auch einer Gruppe von Unternehmern unter der Federführung von Bernhard Astner, Partner hba Rechtsanwälte, und Herbert Gartner, CEO eQventure, zu verdanken. Ihnen ist der Naturschutz ein großes Anliegen, weshalb sie das Projekt gemeinsam mit weiteren Sponsoren auch finanziell großzügig unterstützen.

Verordnung ab 1. August in Kraft, Landtagsbeschluss über notwendige Verträge im Juli
Die Unterschutzstellung, die in enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und der IUCN (Weltnaturschutzorganisation) erarbeitet wurde, wird mit 1. August in Kraft treten. Damit startet die Prüfung durch die IUCN, die - wenn wie zu erwarten alle Kriterien erfüllt sind - in der Verleihung des wertvollen Prädikats „Wildnisgebiet" gipfeln wird. „Es war uns wichtig, dass wir die Bevölkerung, aber auch die Weltnaturschutzorganisation von Anfang an miteinbinden. Denn erfolgreicher Naturschutz braucht eine breite Basis. Deswegen bin ich auch optimistisch, dass das Lassingtal zum Wildnisgebiet erklärt wird", führt Lackner aus. Parallel dazu wird noch im Juli der steirische Landtag über die Verträge, die das langfristige Bestehen des Schutzgebietes sichern sollen, beraten und sie zur Abstimmung bringen.

Entwicklungsschub für die Region
Um neben dem Naturschutz auch einen positiven Impuls für die gesamte Region zu setzen, werden am Rande des Gebietes ab 2022 viele Leuchtturmprojekte entstehen. Unter anderem:

  • Informationszentrum Fachwerk mit Bewirtschaftung, BesucherInnen- und Outdoorprogramm
  • Themenwege mit Informations- und Erlebnisstationen wie ein Naturbadeplatz
  • Erweiterung des touristischen Jahresprogramms inklusive Winterangebote in der Region
  • Outdoor-Shuttle für Wassersportlerinnen und Wassersportler, Radfahrerinnen und Radfahrer und Wanderinnen und Wanderer zwischen Landl und Wildalpen in der Sommersaison

Ursula Lackner, Klimaschutz- und Umweltlandesrätin Steiermark: „Mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal gehen wir einen bedeutenden Schritt im Naturschutz, der gleichzeitig ein großes Potential für die gesamte Region bietet. Ein Vermächtnis, von dem noch viele Generationen nach uns profitieren werden!"

Johann Seitinger, Agrarlandesrat Steiermark: „Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal ist nicht nur für die Biodiversität und den Artenschutz ein enormer Gewinn, sondern bietet auch für die Entwicklung der Region in touristischer Hinsicht neue Chancen und Perspektiven. Durch das hervorragende Miteinander und die Zusammenarbeit aller Partner und Stakeholdern, ist im Herzen der Steiermark ein landschaftliches Juwel für die Zukunft gesichert worden."

Graz, am 19. Juni 2021

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