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Entschlossenes Vorgehen gegen verbale sexuelle Belästigung

Vorwurf der Belästigung an der LFS Grottenhof: Schutz der Betroffenen und restlose Aufklärung hat oberste Priorität

Graz (9. März 2018).- Wie das Weekend-Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, steht in der Landwirtschaftlichen Fachschule Grottenhof der Vorwurf einer verbalen sexuellen Belästigung durch eine Lehrkraft im Raum. Nach vorliegenden Zeugenberichten hat der im Weekend-Magazin fälschlich geschilderte Vorwurf in dieser Form nicht stattgefunden und wurde auch so nicht bestätigt.

Zur zeitlichen Abfolge des Vorwurfs:

  • Der Vorfall soll sich kurz vor Weihnachten 2017 ereignet haben.
  • Der zuständige Klassenvorstand wurde nach den Weihnachtsferien von Schülerinnen und Schülern auf diesen Vorfall aufmerksam gemacht.
  • Schulintern wurde die betroffene Lehrkraft durch den Direktor mit den Vorwürfen konfrontiert und um schriftliche Stellungnehmen gebeten.
  • Zwischen all den im Zusammenhang stehenden Personen fand ein persönliches Gespräch mit der Schulleitung statt, wo auch rechtskundige Vertreter der Schulabteilung eingebunden wurden.
  • Gleichzeitig wurde auch der für landwirtschaftliche Fachschulen zuständige Landesrat Johann Seitinger informiert.
  • Sofort danach erfolgte ein Gespräch mit den betroffenen Eltern, deren rechtskundigen Vertretung, der Schulbehörde und der Gleichbehandlungsbeauftragten des Landes Steiermark. Gleichzeitig wurde der Familie die Inanspruchnahme des psychologischen Dienstes angeboten.
  • Unmittelbar nach diesem Gespräch wurde von Landesrat Seitinger veranlasst, die betroffene Lehrkraft zu suspendieren. Zur Klärung der Vorwürfe wurde eine unabhängige Disziplinarkommission eingerichtet.

Unter Einbeziehung von Sabine Schulze-Bauer, Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes Steiermark, von Fachexperten und in Absprache beziehungsweise auf Wunsch der Eltern wurde zum Schutz und zur Wahrung der Privatsphäre von einer Einbindung der Öffentlichkeit Abstand genommen.

Gleichzeitig wurde die Aufarbeitung dieses Falles mit allen Schülerinnen und Schülern durch psychologische und pädagogische Experten in Angriff genommen. In diesen Aufarbeitungsprozess wurden auch die gesamten Mitarbeiter und Lehrkräfte miteinbezogen. In einem weiteren Schritt wurden auch alle anderen landwirtschaftlichen Fachschulen der Steiermark beauftragt, sich mit höchster Sensibilität diesem so wichtigen Thema anzunehmen.

Landesrat Seitinger: „Dieser Vorfall hat mich zutiefst berührt. Daher habe ich unverzüglich alle notwendigen Schritte eingeleitet, um die betroffene Schülerin zu schützen und diesen Vorfall restlos aufzuklären. Gerade in den Schulen ist auf einen wertschätzenden Umgang miteinander und auf eine korrekte Sprache besonders zu achten.“

Für Rücksprachen steht Viktor Milosevic (Büro Landesrat Seitinger) unter der Nummer 0676-86662638 zur Verfügung.

Graz, am 9. März 2018

Für Rückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information:
Martin Schemeth unter Tel.: +43 (316) 877-4204, bzw. Mobil: +43 (676) 86664204 
 und Fax: +43 (316) 877-3188  oder E-Mail: martin.schemeth@stmk.gv.at 
zur Verfügung
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